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Tourenbeschreibung

Bereits um 1240 gelangt Finstersee als Schenkung der zürcherischen Freiherren von Rüschlikon ans Kloster Engelberg, und von diesem durch Tausch an Kappel. Wo seit Langem eine Wegkapelle zum Andenken an Karl Borromäus gestanden hatte, wurde 1868 eine Kirche geweiht, welche 1952 restauriert wurde. Der Weiler bestand im Weiteren aus dem Schulhaus, der Kaplanei und dem Ferienhaus Caritas. 1780 wurde an dieser Stelle die erste Wirtschaft zum Sternen eröffnet, dem heutigen Gasthof Luegisland, welche damals auch Zollhaus war. Wer von Zürich nach Zug wollte, musste hier Zollgebühren entrichten. Oberhalb der in Europa ersten Rundbrücke, welche 1957 über die Sihl erstellt wurde, steht die Interkantonale Strafanstalt Bostadel. Ursprünglich war das alte Gebäude ein Bad, später eine Mühle, dann bis 1964 ein Restaurant und bis zum Brand 1976 eine Notunterkunft.

Route Wasserfall (kurz)
Ab Finstersee folgen Sie der Fahrstrasse bis zum Waldrand. Auf einem kleinen Pfad erreichen Familien mit Kindern den rund 10 m hohen Mülibachfall. Dieser Ort der Kraft und Besinnung lädt zum Aufenthalt mit Grillsnack und Spiel mit Wasser und Steinen ein. Im Sommer wird das schattige Abenteuerrefugium von Familien mit Kindern geschätzt. Das Mülibach-Tobel verlassen Sie auf dem gegenüberliegenden, steilen Fusspfad zur Fahrstrasse zurück nach Finstersee. Entlang der Fahrstrasse gelangen Sie zum Mülibach, welchem Sie entlang der rechts abzweigenden Forststrasse folgen. Auf dem Anstieg nach Sternenweidli durchqueren Sie Gelände, welches einen eindrücklichen Abschnitt der lokalen historischen Geschichte darstellt. In den Wäldern links Ihres Weges, befanden sich zahlreiche Abbaustollen für Braunkohle. Mit Karbidlaternen, Kompressoren und Pickel ausgerüstet, schürften im Kriegwinter 1942 / 43 über 50 Bergwerkskumpel nach dem begehrten, fossilen Brennstoff. Erste Bergwerksstollen waren schon 1838 angelegt worden. Obwohl die Menzinger Kohle eine gute Qualität aufwies, war ihr Abbau unrentabel, da die Flötze durchschnittlich lediglich 10 bis 20 cm Mächtigkeit erreichten. Im Gebiet Sparen, Greit und Mülibach wurden während des zweiten Weltkrieges 400 Tonnen Braunkohle gefördert, welche in Säcken mithilfe von Pferd und Schlitten durch den winterlichen Bergwald ins Zwischenlager Seehof nach Finstersee gebracht wurden. Die Kohle diente dem Betrieb der ersten Dampfschiffe auf dem Zürichsee. Mit den Grabungen kamen auch zahlreiche, gut erhaltene Zeitzeugen von 30 Mio. Jahren zu Tage. Versteinerungen von exotischen Tieren und über 160 Pflanzenarten erzählen vom tropischen Klima mit üppiger Flora und dichtem Urwald, welches vor der Vergletscherung während verschiedener Eiszeiten herrschte.

Kohleabbau – Käserei Obergibel (mittel)
Über einen Naturweg verlassen Sie den Wald zum Obergibel, einem Gut mit eigener Bergkäserei, auf 947 m. ü. M. Kaufen Sie Ihren Käse zum Z’Vieri direkt ab Hof und geniessen Sie die lokalen Köstlichkeiten. Auf Ihrem Abstieg begleitet Sie das eindrückliche Panorama Richtung Zürich. Unter Ihnen liegt, eingebettet in die Moränenlandschaft der zum Baden einladende Wildersee.

Panorama Gottschalkenberg (lang)
Sie verlassen Finstersee entlang der Fahrstrasse bergwärts. Nach überqueren des Mülibachs beim Wasserfall zweigt die Route links auf den Wanderweg Richtung Sparen ab und führt durch den Wald, welcher der Siedlung Finstersee ihren Namen gab. Auf 882 m.ü.M verlassen Sie die Fahrstrasse und folgen dem ebenen Höhenweg mit prächtiger Aussicht. Im Schatten spendenden Wald steigt ein Forstweg stetig auf 1140 m.ü.M. an, wo auf dem Gottschalkenberg Speis und Trank auf Sie warten. Das ehemalige alte Kurhaus, wurde nach einem Brand wieder aufgebaut und dient als Lagerhaus für Familien, Vereine, Schulen sowie als Ausflugsrestaurant. Ein Abstecher zum Aussichtspunkt Bellevue, wo Sie etliche Grillplätze vorfinden, ist unbedingt lohnend. Die Weitsicht über den Zürichsee ins Zürcher Oberland ist einmalig. Viele schöne Routen, z.B. über’s «Mangeli» und zur mittleren Route «Obergibel» oder über den steilen Bergweg führen zurück nach Greit und Finstersee.


Variante(n)

Variante A: Kohleabbau – Käserei Obergibel (mittel)
Finstersee - Fahrstrasse - Mülibach - rechts Forststrasse - Sternenweidli - Obergibel - Untergibel - Finstersee
Variante B: Panorama Gottschalkenberg (lang)
Finstersee - Fahrstrasse - Mülibach überqueren, links Wanderweg Richtung Sparen - Gottschalkenberg - Aussichtspunkt Bellvue - diverse Routen nach Greit - Finstersee


Hinweis(e)

Fahrstrassen, Forststrassen und Naturwege.
Der Weg führt über Privatgrund. Wir bitten um entsprechende Rücksichtnahme.


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Orte an der Route: Finstersee - Fahrstrasse bis Waldrand - Mülibachfall - Mülibach-Tobel - Fahrstrasse - Finstersee


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Geschichte der Tour (B04173)

Erste Publikation: Dienstag, 15. Februar 2011

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 12. April 2017

Tour publiziert von: GPS-Tracks.com powered by Outdooractive GmbH