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GPS und Berg-Touren

Die aktuelle GPS-Technologie ist geradezu pradestiniert, um im Zusammenhang mit Berg-Touren (Hochtouren, Skitouren, Schneeschuhtouren, usw.) verwendet zu werden:
  • Das GPS-Gerät zeigt Deine Position auch bei schlechtestem Wetter, Wind und Sturm zuverlässig an.
  • Du erkennst, wenn Du z.B. bei schlechten Wetter-Verhältnissen von richtigen Weg abkommst.
  • Im Notfall weisst Du die genauen Koordinaten vom (Unfall)-Ort.
  • Touren, auch in unbekannten Gegenden, lassen sich besser finden.
  • Du hast neben dem eigentlichen GPS-Gerät noch einen Höhenmesser und einen Kompass dabei, die Du gegebenenfalls einsetzen kannst.


  • Trotz aller Vorzüge der GPS-Geräte, empfehlen wir Dir, Deine bisher gewohnte Ausrüstung mit auf die Tour zu nehmen! Bergtouren im Sommer und im Winter bergen Gefahren, dessen Einschätzung nur durch eine entsprechende Ausbildung erlernt werden kann:
    Der Schweizerische Alpenclub SAC organisiert Kurse und bietet weiterführende Dokumente zum downloaden an!
    Risikomanifest des Deutschen Alpenvereins
    BergUndSteigen. Österreichische Online-Zeitschrift für Risikomanagement in den Bergen.

    Stell Dir vor jeder Tour folgende Frage: Würdest Du die Berg-Tour auch ohne GPS und Tracks unternehmen? Wenn die Antwort «Nein» lautet, empfehlen wir Dir dringend, von dessen Begehung ab!


    Wir haben mit dem GPS im Zusammenhang mit Berg-Touren folgende Erfahrungen gemacht:
  • Örtliche Gegebenheiten haben immer Vorrang. Folge nie stur dem GPS-Track! Gerade auf z.B. Gletschern ändert sich die Situation jährlich. Es ist uns unmöglich, alle diese lokalen Ereignisse zu erfassen und abzubilden! Tracks bei Berg-Touren zeigen den groben Verlauf einer Tour. Beachte bitte: «Ausbildung», «Priorität der lokalen Verhältnisse».
  • Solange sich auf dem GPS-Display Deine aktuelle Position "parallel" zum eigentlichen Track bewegt, ist dies noch kein Grund, dass Du falsch läufst.
  • Sobald Du Dich jedoch nicht mehr "parallel" zum GPS-Track bewegen, ist dies ein ernstzunehmendes Indiz, dass Du den falschen Weg gewählt hast.
  • Solltest Du Dich trotzdem verlaufen haben: Schalte den Zoombereich höher (z.B. auf 100m oder 500m). Das hilft Dir den Überblick zu gewinnen und so schneller auf den Track zurück zu finden.
  • Wir haben viele Punkte wie Alpine Hütten, Gipfel, Übergänge, usw. zusätzlich als Wegpunkte erfasst. Du kannst jederzeit die eingebauten Navigationshilfsmittel Deines GPS-Gerätes nutzen, um solche Punkte anzulaufen.
  • Wenn Dein GPS-Gerät kein magnetischer Kompass hat (oder dieser nicht geeicht ist!), zeigt Dein GPS-Gerät ev. die falsche Startrichtung an. Kontrolliere die Richtung nach einigen Metern laufen nochmals!
  • Jedem GPS-Neuling empfehlen wir, zuerst eine ihm bekannte Tour mit dem GPS zu unternehmen um sich mit dem Verhalten des Geräts vertraut zu machen.
  • In tiefen Schluchten, in steilem und felsigem Gelände sowie in dichtem Wald (besonders im Nassen) kann der Empfang erheblich gestört sein
  • Nimm unbedingt auch den Kartenausdruck und die Beschreibung der Tour mit. Du hast so jederzeit den Überblick, welche Verbindungswege, Zustiege, Gipfel, usw. als GPS-Track abgebildet sind. Wenn der Empfang einmal schlechter ist, sich die örtlichen Gegebenheiten geändert haben oder sich eine unübersichtliche Situation ergibt, helfen Dir diese Mittel den richtigen Weg schneller zu finden.
  • Ein Satz Ersatzbatterien gehört in den Rucksack.
  • Das Licht der meisten GPS-Geräte lässt sich so konfigurieren, dass es nach dem Einschalten dauernd brennt und nicht gleich nach 15 Sekunden wieder ausschaltet (wichtige, wenn Du Dein Ziel nicht vor Anbruch der Dunkelheit erreichst)! Teste diese Funktion zuhause aus.


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