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Alpe di Brunescio

Alpe di Brunescio

Tour description

Von Broglio aus beginnt sofort der Anstieg zu den Monti di Rima. Die schönen Steinhäuser erheben sich auf einer Kuppe. Die Asphaltstrasse wechselt bald zu Schotter und man erreicht die bewirtschaftete Alpe di Brünesc.
Der Abstieg erfolgt auf einem steilen und heiklen Wanderpfad bis Cortina, auf dem man ca. 15 Min. schieben muss. Bedeutend angenehmer ist dann die Abfahrt zu den Hütten von Croadasc, zu den Monti di Rima und durch den steilen Wald nach Prato. Broglio erreicht man über das rechte Ufer der Maggia.


Von Broglio stechen wir auf einer asphaltierten Nebenstrasse Richtung Osten. Die Strasse führt über die charakteristische Siedlung Monti di Rima zur bewirtschafteten Alpe di Brünesc. Der Abstieg erfolgt als erstes, sofern man zu technischen Meisterstücken imstande ist, auf dem steilen und heiklen Wanderpfad. Bedeutend angenehmer und reizender ist dann die Abfahrt zu den Hütten von Croadasc, zu den Monti di Rima und durch den steilen Wald nach Prato. Broglio erreichen wir über das rechte Ufer der Maggia.


Einige Alpen der Lavizzara werden noch immer von beharrlichen Sennen genutzt, die im Frühjahr ihre Familien verlassen, um mit dem Vieh zu den Weiden aufzusteigen, wo sie bis zum Frosteinbruch bleiben.
In früheren Zeiten wie heute ist ihr Dasein durch einen doppelten Faden mit dem periodischen Atem der Natur verknüpft. Auch wenn die Umstände der Transhumanz verändert sind, ist ihre Triebkraft gleich geblieben: der Hunger. Heute ist es vielleicht nicht mehr der körperliche Hunger, aber gewiss der Hunger nach Freiheit.


30. Juni

Auch uns erfühlt ein angenehmes Gefühl der Freiheit, nachdem wir die Häuser von Broglio verlassen haben, die sich an einen steilen Waldrand drängen. Wir beginnen den Aufstieg auf einer schönen Nebenstrasse, die zwischen den blühenden Kastanien nach oben führt. Die länglichen, wattierten Blüten färben die Landschaft mit einem lebhaften Gelb, das uns beim Aufstieg lange begleitet.
Die Monti di Rima erscheinen beinahe unverhofft hinter einer Kurve. Die Siedlung erhebt sich auf einer Kuppe, die ein weites Feld überragt. Zwischen die schönen Steinhäuser mischen sich viele unauffällige Getreidespeicher, die auf pilzförmigen Steinen ruhen, die verhinderten, dass die Nager die Roggenvorräte plünderten. In der Nähe thront ein altes Oratorium über dem Talgrund. Vom Kirchplatz aus kann man das wilde Val di Prato bewundern, das sich schüchtern zwischen einer Reihe hoher Berge hindurch schlängelt, bis es auf die Schranke des Campo Tencia stösst, die jeden weiteren Höhenflug verhindert.
Wir steigen weiter an auf dem schmalen Asphaltstreifen; oberhalb der Monti biegen wir nach rechts ab. Die Landschaft verändert sich langsam: Im Wald öffnen sich immer grössere Lücken, wenig Licht erhellt die dichten Grasbüschel auf beiden Strassenseiten. Der Frieden ist vollkommen. Nur gerade das Geräusch eines munteren Bachs, der sich an den glatten Felsen reibt, ist zu hören. Und als auch dieses verstummt, ist der einzige Laut das Tropfen des letzten Schnees, der sich an der warmen Nachmittagssonne auflöst. Plötzlich wird die Stille durch einen kleinen Erdrutsch unterbrochen. Ein Rabe, der wahre Herrscher dieses verlassenen Tales, setzt zum kraftvollen Flug an. Unsere Blicke folgen seinem Flug, das Vorbeihuschen eines Schattens unter den tausend Schatten des Waldes. Dann wechselt der Asphalt in Schotter und wir spüren, dass wir dem Ziel nahe sind.
Der fröhliche Wirrwarr der Alp empfängt uns mit Muhen und silbernem Glockengebimmel. Wir halten an und lauschen verzückt, während sich ein zutrauliches weisses Zicklein auf der Suche nach Nahrung nähert. Die Almweiden sind ein grosses Amphitheater der Natur. Im Mittelpunkt des Schauspiels stehen drei kleine Sennhütten, vor denen das tägliche Ritual des Melkens abgewickelt wird. Die Sennen stossen laute einsilbige Rufe aus, denen die wilden, aber ordentlichen Ziegen folgen und herbeieilen. Es ist die Paro­die eines Velorennens: Es scheint, als ob jede als erste am Ziel sein möchte, aber keine den andern seine Eile anmerken lassen möchte.
Wir setzen uns auf einen Stein und planen die Abfahrt. Die Karte gibt zwei Wege an: Der eine quert die Weiden und senkt sich auf der rechten Seite an einem mit Tannen bestandenen Hang; der andere führt von der Alp talwärts und dringt sofort in den Wald ein.
Wir wählen den zweiten, um die Ruhe des Alplebens nicht zu stören und dadurch den sanften Zauber zu unterbrechen, dank dem hier oben die Zeit im vergangenen Jahrhundert stehen geblieben ist.
Der Anfang ist nicht ermutigend: Noch bevor wir im Wald sind, verlieren wir den Weg und müssen den steilen Hang zu Fuss erkunden. Weiter unten finden wir die im Gebüsch versteckte Spur wieder, und wir durchqueren den dichten Kiefernwald mit dem samtigen Unterholz, der uns aufregende Passagen schenkt, sei es wegen dem schönen Single Track, sei es wegen der geheimnisvollen Atmosphäre. Doch bald wird die Abfahrt zu steil und wir müssen wieder zu Fuss gehen, bis wir die Strasse erreichen, auf der wir aufgestiegen waren. Die Abkürzung, die wir gefunden haben, war zweifellos eindrücklich, doch wer nicht über aussergewöhnliche technische Fähigkeiten verfügt, wählt besser die Schotterstrasse.
Nachdem wir die Hütten von Verzetto erreicht haben, verlassen wir die Strasse und folgen einem nach links abbiegenden Weg. Die Strecke ist fast ganz fahrradtauglich und begleitet uns auf der Entdeckung eines Waldes mit tausenderlei Grüntönen. Auf der Talfahrt kreuzen wir noch ein paar Mal den Asphalt, dann bringt uns eine sehr schnelle, flüssige Strecke auf die Felder von Rima zurück. Oberhalb der Maiensässe müssen wir noch ein paar hundert Meter die Strasse benutzen, doch nach der ersten Kehre finden wir einen neuen Weg, der uns auf einer amüsanten Reihe von Haarnadelkurven nach Prato bringt. Wir überqueren den Fluss und kehren auf dem Velo und Wanderweg am rechten Ufer nach Broglio zurück.
Während wir unsere Tour beenden, fühlen wir uns in den Schriftsteller Giuseppe Zoppi hineinversetzt. Sein berühmtestes Werk, Il libro dell’alpe beginnt auf diesem steinigen Weg: «Wie oft habe ich den Weg beim Abstieg ins Dorf in wenigen Minuten zurückgelegt, vier Stufen auf einmal überspringend, nicht nur einem Menschenkind ähnlich, sondern dem Wind oder einem Wildbach bei Hochwasser».

Alfio Cerini, Tessin auf zwei Rädern, Dadò Editore, Locarno, 2008


Note(s)

Nicht fahrbar sind etwa 15 Minuten von der Alpe di Brünesc bis nach Cortino.


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Places along the route: Broglio - Monti di Rima - Verzetto - Alpe di Brünesc - Verzetto - Monti di Rima - Prato Sornico - Vedlà - Broglio


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Tour history (B01847)

First published: Freitag, 13. März 2009

Last updated: Montag, 8. Juni 2015

Tour published by: Presented by www.ascona-locarno.com

Tour characteristics

Distance: 17.9 km | Time requirement: 2½ h
Ascent: 984 m | Descent: 984 m
Highest point: 1618 m.a.s.l.

Difficulty S1

Printing, information

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