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Neumüli, als Krapfenmüli seit 1404 bekannt

Neumüli, als Krapfenmüli seit 1404 bekannt

Amriswil, altes Pfarrhaus von 1672

Amriswil, altes Pfarrhaus von 1672

Hellmüli, 1890 stillgelegt

Hellmüli, 1890 stillgelegt

Berger Müli, 1593 erstellt, in Betrieb bis 1910

Berger Müli, 1593 erstellt, in Betrieb bis 1910

Idyllischer Weiher oberhalb der Obermüli

Idyllischer Weiher oberhalb der Obermüli

Obermüli, einst auch Haferdörre und Bäckerei

Obermüli, einst auch Haferdörre und Bäckerei

Huebhof, eine Mühle stand südöstlich davon

Huebhof, eine Mühle stand südöstlich davon

Rütimüli, früher Fürstenmüli genannt

Rütimüli, früher Fürstenmüli genannt

Tourenbeschreibung

Historische Familienwanderung entlang des Mühlebaches, der einst bis zu 6 Mühlen angetrieben hat! Das Dorf war vor dem Bau der Eisenbahn im Jahr 1855 fast ausschliesslich von Bauern bewohnt und deshalb auf die Arbeit der Müller angewiesen.


Sehenswürdigkeiten:

1. Altes Pfarrhaus
1672 erbaute ein Arzt Vonderwahl aus Mannheim «im Hengarten» (heutiger Marktplatz) ein Haus, welches 1710 durch die Kirchgemeinde für den Pfarrer erworben wurde. 1736 wurde die Kammer über der Stube zum Studierzimmer ausgebaut. Bis 1975 diente das Haus als Pfarrhaus.

2. Stadthaus
Erbaut 1931 / 32 von Architektur-Professor ETH Friedrich Hess, Zürich. Daneben «Muni» von Otto Schilt (1935).

3. Evang. Kirche
Der Bau von 1892 (Architekt Aug. Hardegger, St. Gallen) löste die zu klein gewordene alte Kirche (heute Kirchgemeindehaus) an der Romanshorner Strasse ab und wurde seither zweimal umgebaut.

4. Hellmüli:
Die Hell- oder Heldmühle ist erstmals 1446 belegt. Der Name stammt von «Hölle» und bedeutet «tiefer gelegen». Weil der Name zu unheimlich klang, wurde später daraus die «Heldmühle».
1681 wurde vom Pächter ohne Bewilligung über der Mühle eine Wohnung eingerichtet. Mit der nachträglichen Bewilligung bezahlte Pächter Paur aber die Gerichtskosten! 1763 waren zwei Wasserräder in Betrieb, und es wurde ein zweiter «Mahlhaufen» (Mühlwerk) in Betrieb genommen. 1890 wurde die Mühle stillgelegt. Die Firma Sallmann erwarb die Mühle und richtete ein Wasserkraftwerk zu Stromerzeugung ein.
Heute wird duch das rekonstruierte Wasserrad eine Kleinturbine angetrieben.

5. Breitenaach:
Erste Erwähnung im Jahr 1403 als Braiten Aich, später Braitenbach. Besitzer war das Kloster St.Gallen, das die Mühle zu Lehen gab.
In der Hochblüte lieferten drei Wasserräder die Energie für die Kornmühle, eine Haberdörre und eine Fleisch-Hackmaschine. Diese arbeitete für die Metzger der Umgebung. Um 1900 wurden Mühle und Fleischhackerei eingestellt, da die Elektrizität die Wasserkraft ablöste. Die seit 1759 betriebene Sägerei wurde 1930 stillgelegt, der Stauweiher 1941 eingedeckt.
1564 entstand zwischen Breitenaach und Hellmühle noch eine weitere Mühle, die aber nach wenigen Jahren auf Geheiss des Gerichts wieder abgebrochen werden musste.

6. Bergermühle:
1593 mit Bewilligung des Eidg. Landvogtes erstellt, ohne dass dieser für diese Bewilligung zuständig gewesen wäre. Beschwerden führten dazu, dass die Mühle «sobald sie in Abgang kommt, ohne höhere Genehmigung nicht mehr hergestellt werden darf». Nach der Absenkung des Wasserspiegels im Hudelmoos hatte die Mühle zu wenig Wasser und stellte 1884 den Betrieb als Bauernmühle ein. Bis 1910 wurde noch Viehfutter gemahlen.

7. Obermüli:
Der «Jompferegonte» war als Mühlenweiher erstellt worden. Am Bach sind beim Waldausgang noch die Schieberanlage und der Einlauf des Kanals sichtbar. Desser Verlauf am Fuss der Böschung bis zur Mühle kann erahnt werden.
Erste Erwähnung im Jahr 1394 als Lehen des Bischofs von Konstanz an das Spital Bischofszell. 1697 ist auch eine Haferdörre und eine Pfysterei (=Bäckerei) erwähnt, beide existieren auch 20 Jahre später noch. Es sind zwei Wasserräder erwähnt. Um 1900 wurde der Betrieb aufgegeben.

8. Mühle Mülibach:
Der Ortsname erscheint erstmals im Jahre 969, also muss wohl schon damals eine Mühle bestanden haben. 1460 wird diese selbst erwähnt. 1600 wird vor Gericht verhandelt, dass der Müller Laib von Mülibach das Wasser «willkürlich schwelle». Dadurch hatten die weiter unten gelegenen Mühlen zu wenig Wasser. Es wurde ein genauer Plan für das Aufstauen des Weihers erarbeitet und bestimmt: «Den Strümpfel (Zapfen) im Weiher soll er so weit unten absägen, dass man ihn nicht leicht wegdrücken kann». Bis zum Ende des ersten Weltkrieges wurde gemahlen.

9. Huebmühle:
Kurzer Bestand im 19.Jahrhundert, abgebrochen.
Ehemaliger Standort: südöstlicher Hof, beim allein stehenden Birnbaum

10. Krapfen- oder Neumühle:
1404 erstmals erwähnt, war die Mühle fast 500 Jahre lang im Besitz der Familie Krapf, zuerst als Lehen, ab dem 19.Jahrhundert als Eigentum. Ein Wasserstreit mit dem Rütimüller beschäftigte 1732 sogar die Tagsatzung der 8 alten Orte! Seit 1855 ging die Mühle an Johannes Schümperli über, der die Bäckereien bis nach Matzingen mit Mehl versorgte. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts wurde der Betrieb eingestellt.

11. Rüti- oder Fürstenmühle:
Das Spital St.Gallen kaufte im Jahr 1315 den Hof Fürstenrüti mit einer Mühle. Später waren die Herren von Salis zu Marschlins Besitzer. Seit 1835 war sie in bürgerlicher Hand und wurde nur noch «Rütimühle» genannt. Die Konkurrenz der Grossbetriebe bewirkte, dass um 1890 kein Brotgetreide mehr gemahlen wurde und 30 Jahre später der Betrieb ganz eingestellt wurde.


Variante(n)

Variante A: Abkürzung von Breitenaach zum Scholebärg, also ohne Bergermüli (Länge insgesamt: 7 km / Zeitbedarf: 1.75 h)


Hinweis(e)

Vorsicht beim Überqueren der Hauptstrassen!


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Orte an der Route: Amriswil - Altes Pfarrhaus - Stadthaus - Hellmühle - Breitenaach - Gizehus - Räuchlisberg - Bergermüli - Jompferegonte - Obermüli - Mülibach - Huebhof - Neumüli - Rütimüli - Amriswil


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Geschichte der Tour (B01304)

Erste Publikation: Donnerstag, 25. Oktober 2007

Letzte Aktualisierung: Freitag, 12. Juni 2015

Tour publiziert von: GPS-Tracks.com powered by GEO-Tracks GmbH