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Entlang der Biber

Entlang der Biber

Wegweiser Bibern - Hofen

Wegweiser Bibern - Hofen

Veloweg entlang der Biber

Veloweg entlang der Biber

Tourenbeschreibung

Zu Ehren von Johann Wolfgang von Goethe begeben wir uns auf eine Tour entlang seiner dritten Schweizer Reise anno 1797 und haben Gelegenheit, an einigen seiner Stationen halt zu machen. Seine Reise führte ihn von Weimar über Frankfurt und Stuttgart durch den Hegau nach Schaffhausen. Sein Ziel war Stäfa, wo er seinem Freund, dem Maler Heinrich Meyer einen Besuch abstattete, um ihn zur Weiterführung der Lehrtätigkeit an der herzoglichen Zeichenschule in Jena aufzufordern. Wir empfehlen folgende Goethe-Stationen:
Museum im Schlosspark Hilzingen: Kleine Goetheausstellung (Öffnungszeiten: Sonnntag von 14-17 Uhr)
Goethestein: Findling mit Gedenktafel, der anlässlich der 900-Jahr-Feier Engens errichtet wurde. Der Stein stammt aus dem Gebiet um Chur und wurde vor rund 15000 Jahren von eiszeitlichen Rheingletscher in den Hegau transportiert.
Reiatmuseum in Tayngen: Noch heute ist hier das Zimmer zu sehen, wo Goethe einen kurzen Rast einlegte und vom berühmten «Thaynger Blauburgunder»(genannt Goethewein) kostete.
Gasthaus zur Krone in Schaffhausen: Hier übernachtete Goethe am 17.September 1797

Ein weiterer Höhepunkt dieser Tour ist das mittelalterliche Städtchen Engen mit seinem herausragenden Kirchturm. Die Kirche stammt aus dem 13.Jahrhundert und ist besonders sehenswert, da sie verschiedene Baustile in sich vereint. Die historische Altstadt mit seinen idyllischen Gassen und Plätzen findet in den modernen Brunnenskulpturen einen spannungsvollen Gegenpol. Das städtische Museum und die Galerie Engen (Öffnungszeiten: Sa-So 10-17Uhr / Di-Fr 14-17Uhr) bieten neben wechselnden Kunstausstellungen auch Schauräume mit archäologischen Funden, sakrale Kunst und Stadtgeschichtliches.

Auf dem Weg nach Engen, der einige besonders romantische Stellen entlang der Biber aufweist, dürfen ein paar wenige Worte übers Kesslerjoch nicht fehlen: Vor 1300-14000 Jahren schlugen Rentierjäger der ausgehenden Altsteinzeit in dieser Höhle jeweils ihr Quartier auf. Die Bezeichnung Kesslerjoch geht darauf zurück, dass sehr viel später und bis in unsere Tage hinein der Höhlenbereich von herumziehenden Kesslerflickern und fahrenden Volk als vorübergehender Aufenthaltsort genutzt wurde.


Variante(n)

Variante A: Man verlegt den Startpunkt nach Engen, und steigt mit Punkt 041 links ein.
Variante B: Nach der anstrengenden Stadtbesichtigung in Engen bleibt uns nichts mehr anderes übrig als in den Zug nach Schaffhausen zu steigen.
Variante C: Wer in Thayngen keine Lust mehr auf die zusätzlichen letzten 35 Höhenmeter hat, nimmt hier die Zufahrtsstrecke. Diese Strecke ist übrigens einer der ersten Radwege der Schweiz. Sein Bau zählte Ende der Fünfzigerjahre zu den Pioniertaten des Kantons.
Variante D: Kurzer kulturhistorischer Abstecher auf die Burgruine Hohentwiel, von wo wir einen faszinierenden Ausblick auf die Stadt Singen und das angrenzende Gelände haben. Der Hohentwiel ist durch Geschichte und naturkundliche Besonderheiten der schönste und bekannteste Hegauberg. Der trutzige Berg, ein erloschener Vulkan, mit seinen eigenwilligen Konturen und unzugänglich anmutenden Felswänden war seit dem Spätneolithikum nachweislich besiedelt. Mit über 9 ha trägt der Vulkankegel eine der grössten Festungsruinen Deutschlands. Nach schriftlichen Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert war der Hohentwiel eine herzogliche Pfalz und für rund 40 Jahre Sitz eines dem Heiligen Georg geweihten Klosters, das um 1005 nach Stein am Rhein verlegt wurde. Nach dieser Zeit gelangte der Hohentwiel an verschiedene Adelsgeschlechter. In den Wirren des Bauernkrieges baute der damalige Besitzer, Herzog Ulrich von Württemberg die Burg zu einer der sieben württembergischen Landesfestungen aus. Viele Kriege und Machenschaften hat diese Burg erlebt. Heute besteht ein Konflikt zwischen touristischer Nutzung und Naturschutz (1941 wurde das Gebiet um den Berg unter Naturschutz gestellt). Der Hohentwiel ist für Romantiker und Geschichtsinteressierte ein beliebtes Ausflugsziel.


Hinweis(e)

Diese Tour ist grenzüberschreitend. Man denke an Währungen und Identitätsausweis!
Wer sich entschliesst, die Altstadt von Schaffhausen zu besichtigen, was äusserst lohnenswert ist, bedenke bitte, dass in den Fussgängerzonen auch für Velofahrer ein Fahrverbot besteht.


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Orte an der Route: Schaffhauserland Tourismus - Thayngen - Bibern - Hofen - Büsslingen - Beuren - Blumenfeld - Anselfingen - Engen - Welschingen - Weiterdingen - Hilzingen - Thayngen - Schaffhauserland Tourismus


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Geschichte der Tour (B00005)

Erste Publikation: Freitag, 22. Oktober 2004

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 22. Januar 2014

Tour publiziert von: GPS-Tracks.com powered by GEO-Tracks GmbH

Tourencharakter

Distanz: 64.3 km | Zeitbedarf: 6½ h
Aufstieg: 328 m | Abstieg: 328 m
Höchster Punkt: 562 m.ü.M.

Drucken, Daten

Siehe auch

P. Stapf; Goethes Schweizer Reisen, Basel
Schaffhauserland Tourismus; Altstadtführer Schaffhausen, Das Kessslerloch bei Tayngen, Munot, Schaffhauser Stadttour
Tourist Info Hegau; Engen-Spaziergang durch die Altstadt