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Ein Lächeln zwischen abweisenden Bergen

Ein Lächeln zwischen abweisenden Bergen

Tour description

Der Start dieser Tour beginnt in Biasca, entlang des Blenio Tals. In Dongio verlässt eine Nebenstrasse die Talsohle und steigt Richtung Skistation Nara an. Nach zahlreichen Kurven beginnt in Leontica der härteste Teil des Aufstiegs. In Cancori angekommen ist das Ziel in Sicht: Bassa die Nara. Die letzten 200 Höhenmeter bis zum Pass müssen ab Alp Cambra geschoben werden. Auf der Abfahrt folgt man zwischen Cassin und Chiggiogna den weiss-roten Markierungen und überquert ab und zu die Asphaltstrasse. In Fusengo angekommen, trifft man wenig später auf die Kantonstrasse zurück nach Biasca.

Die lange Bergkette, die das Bleniotal von der Leventina trennt, besteht aus spitzen, unwegsamen Felsen, die nur von erfahrenen Wanderern erobert werden können. Im Herzen dieser Kette öffnet sich ein Durchgang, die Bassa di Nara, ein schöner, grasiger Sattel, der sich rittlings zwischen die beiden Täler setzt. Über diesen Pass haben auch die Biker Zugang in die faszinierende, wilde Bergwelt.


17. Juni

Der Bergrücken beginnt in Biasca: Er erhebt sich imposant hinter den Wäldern, und die glatten Felswände bekräftigen den grossartigen Eindruck. Wir entscheiden, den Aufstieg von der Seite des Bleniotals her in Angriff zu nehmen, die zugänglicher scheint dank einer Schotterstrecke, die bis auf knapp 3000 Meter Höhe hochklettert, während die Strassen in der Leventina – vielleicht eingeschüchtert durch die steilen Hänge – sich nicht über die Baumgrenze hinaus wagen.
Am Eingang ins Bleniotal begrüsst uns die Burg Serravalle, die von ihrer finsteren Anhöhe aus seit beinahe einem Jahrtausend die Felder von Malvaglia und Semione beherrscht.
Das edle Gemäuer fügt sich harmonisch in den Schauplatz der Berge: Es scheint eher von den Geländeformen als von der Hand des Menschen geprägt zu sein. Obwohl sie zu Ruinen zerfallen sind, strahlen diese Mauern dieselbe unerschöpfliche Energie aus, die den felsigen Gipfeln eigen ist.
Nach dem Dorf Dongio verlässt eine Nebenstrasse die Talsohle und beginnt in Richtung der Skistation Nara anzusteigen. Nach einer langen Reihe von Kurven erreichen wir Leontica, wo der härteste Teil des Aufstiegs beginnt. Die Steigung und die Haarnadelkurven lassen uns keine Ruhepause. Manchmal steht eine ein­same Hütte im Wald und lässt uns glauben, wir hätten das Ziel erreicht, doch die Täuschung dauert nur so lange, bis wir eine neue Steigung entdecken, die gegen den Himmel hochragt.
Als wir in Cancorì ankommen, ist das Ziel endlich in Sicht: Bassa di Nara ist ein breites Lächeln vor den Umrissen der fernen Berge. Wir halten an, um es zu betrachten, und das Lächeln scheint sich in ein spöttisches Grinsen zu verwandeln. Dieser Eindruck bestärkt sich, je höher wir aufsteigen. Nach den Hütten von Pro Marsgial führt die Strasse in einer Schwindel erregenden Steigung durch den dichten Nadelwald. Die Mühe wird durch den würzigen Duft der Tannen, jahrhundertealte Wächter dieser unversehrten Welt, gemildert.
Nach einigen Kehren lichtet sich der Wald, und die Strasse erreicht die Alp Cambra, um sich dann zwischen dichtem und sumpfigem Gras zu verlieren. Bis zum Pass fehlen noch 200 Meter Höhenunterschied, und wir finden uns damit ab, sie zu Fuss zu überwinden und die Fahrräder den Hang hinauf zu schieben.
Oben angelangt, erwartet und ein grossartiges Schauspiel, das uns für die Mühsal entschädigt: Längs der Hänge wetteifern die Wiesen und Bäume mit den Felsen, um ein wenig Lebensraum zu erobern, während in der Ferne die tief stehende Nachmittagssonne den leichten Dunst erhellt, der die Berge einhüllt und sie im Licht verschwinden lässt. Von diesem bevorzugten Balkon aus betrachtet, erscheint das Tessin wie es wirklich ist: Eine Steinfläche. Die Strassen und Dörfer sind nur flüchtige Statisten, weit unten in den Tälern.
Die erste Etappe der Talfahrt in Richtung Leventina ist die Alpe Nara in einer windgeschützten Mulde. Die Weiden sind getüpfelt mit Felsblöcken jeder Grösse. Man fragt sich, welche Ausdauer die Tiere aufbringen müssen, um an diesem Ort zu grasen. Der Weg durchquert die Reste eines Erdrutsches. Bei unserer Durchfahrt verlieren wir ständig die Bodenhaftung wegen der von allen Seiten her purzelnden Kieselsteine. Wir sind sehr vorsichtig und stützen die Beine oft auf den Boden, um das Gleichgewicht zu halten.
Nach den Alphütten biegen wir rechts ab und dringen in ein schönes Tal ein, das von Lärchen und Tannen beherrscht wird. An der nächsten Abzweigung wenden wir uns nach links. Der Weg wird nun sichtlich besser: Bald flitzen wir auf einem breiten Band zwischen den Bäumen hindurch und nehmen eine ganze Reihe begeisternder Kurven.
Auf den Wiesen von Cassin erwartet uns der Asphalt, doch wenig weiter unten stossen wir auf einen andern Weg. Wir folgen den weiss-roten Markierungen, vorbei an den Almhütten von Monte, die an einem steilen Hang kauern, dann überwinden wir andere Weiden und Wälder, um schliesslich Rossura zu erreichen. Während der Abfahrt überqueren wir öfters die Asphaltstrasse, doch es genügt, auf die andere Seite zu gelangen, um die Fortsetzung des Weges zu finden.
Weiter unten lassen wir uns von den Wegweisern nach Fusnengo leiten. Wir schlagen eine Schotterstrasse ein, rund um die prachtvolle Kirche San Lorenzo, dann befinden wir uns auf einer schönen Felsplatte: Wenn beim Radfahren die alpinistischen Wertungen gelten würden, wäre sie als fünfter Grad eingestuft. Endlich verläuft der Maultierpfad ruhiger, eine letzte Gerade bringt uns nach Chiggiogna.
Bevor wir die Kantonsstrasse einschlagen, die uns nach Biasca zurück bringt, werfen wir nochmals einen Blick auf die Abfahrt, die wir gerade hinter uns gelassen haben. Die Felswand ist sehr steil, vom Weg sieht man keine Spur. Die Berge haben sich in sich selbst zurückgezogen, als wollten sie ihre Geheimnisse bewahren.

Alfio Cerini, Tessin auf zwei Rädern, Dadò Editore, Locarno, 2008


Variants

Variante A: Der schwierigste Teil der Abfahrt kann dank der Asphaltstrasse von Cassin bis Chiggiogna vermieden werden.


Note(s)

Nicht fahrbar: 25 - 45 Min.
Jahreszeit: Juni - November
Fahrtechnik: 4
Kondition: 5


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  • In Biasca beginnt die Tour gemütlich. Der Aufstieg zum Pass wird nach jedem Dorf etwas steiler. Die obersten 250 Hm. sind nur noch zur Hälfte fahrbar, wenn der Wille und die Kraft noch vorhanden sind. Darum gut einteilen am Anfang. Es sind viele Höhenmeter am Stück zu überwinden. Die Aussicht vom Pass in die Leventina und ins Gotthard Massiv ist sehr schön. Auf der Abfahrt hat es ganz am Pass sehr grobe lose Steine. Zum fahren brauchte ich mein ganzen Können. Anschliessend hat es wenig verblockte Stellen. Ab der Alphütte wird der Trail immer flüssiger.
    Tendency: Die schwierigsten Stellen sind ganz oben am Pass. Nicht wie man annehmen könnte um unteren Bereich, wo man auf die Fahrstrasse ausweichen könnte. Wer oben an den schwierigen Stellen gefordert ist, wird in der zweiten Hälfte der Abfahrt die wahre Freude haben.
    Special: Im Aufstieg durchfährt man ein kleines Skigebiet. Man merkt nichts davon. Man ist Alleine auf der Tour.



Places along the route: Biasca - Malvaglia - Dongio - Leontica - Pro Marsgial - Bassa di Nara - Cassin - Rossura - Chiggiogna - Lavorgo - Giornico - Bodio - Biasca


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Tour history (B01845)

First published: Freitag, 13. März 2009

Last updated: Mittwoch, 3. Juni 2015

Tour published by: Presented by www.bellinzonese-altoticino.ch

Tour characteristics

Distance: 57.5 km | Time requirement: 6 h
Ascent: 1856 m | Descent: 1856 m
Aufstieg bei OeV-Benutzung!: 283 m
Highest point: 2123 m.a.s.l.

Difficulty S2

Printing, information

See also

Bellinzonese e Alto Ticino
Sede Biasca e Riviera
Contrada Cavalier Pellanda 4
CH-6710 Biasca
T +41 (0)91 862 33 27
F +41 (0)91 862 42 69
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