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Tourenbeschreibung

Diese Wanderung ist mit ihren direkt gelaufenen 22 Kilometern schon relativ lang und durch die mehr als 1.100 Höhenmeter ziemlich anstrengend. Wer nicht nur wandern, sondern auch die einzelnen Boofen suchen möchte, sollte schon einen kompletten Tag einplanen.
Die Wanderung startet im Zahnsgrund oberhalb der Gaststätte Schrammsteinbaude. Von dem Parkplatz geht es durch den Schießgrund auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt an die ersten paar Höhenmeter. Der Aufstieg durch den Grund ist angenehm und nach einer Strecke von fast 900 Metern biegt der markierte Wanderweg nach rechts ab. Geradeaus ist einer dieser Besucherlenkungszäune mit einem Durchgang zum Kletterfelsen. Hier verlässt die Wanderung erstmal den markierten Weg und es geht zum Fuße des Falkensteins. Der Falkenstein ist fest in der Hand der Kletterer, da es überhaupt keinen Aufstieg ohne Kletterseil gibt. An der linken (westlichen) Seite des Falkensteins befindet sich die erste Boofe mit dem Namen Knabe, da die einzelne Felsmurmel davor so heißt.
Die Wanderung führt wieder zurück bis auf den grün markierten Wanderweg und es geht wenige Meter (ca. 50 Meter) nach links. Hier biegt wieder nach links leicht abfallend ein Waldweg ab, der zuerst durch einen Hohlweg und dann ganz gerade bis zum Wenzelsweg führt. Dieser sehr breite Forstweg führt vom Nassen Grund hoch nach Ostrau und ist zu diesem Zeitpunkt der Wanderung nur zu überqueren. Auf dem gegenüberliegenden Waldweg mit der grünen Wanderwegmarkierung geht es weiter. Nach einer Strecke von 300 Metern erreicht man das Liebentor, an dem man nach rechts den Waldweg verlässt. Der Pfad führt in eine ziemlich große Senke mit einer Felswand, die mir bis zu dieser Wanderung noch nie begegnet war. Diese sogenannte Teufelsmauer erstreckt sich über 500 Meter unterhalb der Hohen Liebe und ungefähr in der Hälfte befindet sich die Boofe Teufelsmauer. Für die weitere Boofensuche geht es wieder zurück auf den grün markierten Wanderweg und auf den schon bekannten Wenzelsweg. Der Weg bzw. eigentlich ist es eher eine Forststraße fällt auf den ersten paar Metern nur leicht ab und man erreicht die Wildwiese. Auf dieser Wildwiese fand am 23. April 1991 die Gründung des Nationalparks statt und ich finde, die Schrammsteine bieten eine sehr schöne Kulisse dazu. Gleich neben dem Schuppen auf der Freifläche befindet sich auch eine der offiziellen Feuerstellen im Nationalpark, mit dem passenden Hinweis auf die jeweils aktuelle Waldbrandstufe.
Auch wenn die grüne Wanderwegmarkierung den Forstweg zwischendurch verlässt, so führt die Wanderung weiter hinunter in den Nassen Grund. 300 Meter nachdem die Forststraße eine deutliche Linkskurve macht, ist der steilere Teil zu Ende und nach links biegt ein unauffälliger Pfad ab. Dieser Weg steigt wieder an und nach ¼ Kilometer erreicht man die Quelle Günthers Börnel. Diese Quelle sprudelt anscheinend immer und ist nicht zu übersehen, da sie mit einem Schild und einer Tasse ausgestattet ist. Ein paar Meter hinter der Quelle befindet sich an der linken Felswand die Boofe gleichen Namens. Um die nächste Boofe zu finden, geht es wieder hinunter auf den Weg durch den Nassen Grund. Der Forstweg wird nur überquert und es geht gegenüber auf den Reitsteig. Wenn man noch vor dem Weg in den Reitsteig rechts den Hang unterhalb der Felswand hochkraxelt, dann kann man die Reste der Boofe im Nassen Grund finden. Früher war diese Boofe, wie mir ein älterer Herr erzählte, gut ausgebaut mit fließendem Wasser und einem Boofenbuch, aber leider ist davon überhaupt nichts mehr übrig geblieben. Heutzutage wird diese Boofe nicht mehr benutzt.
Die Wanderung führt auf dem Reitsteig hoch in Richtung Affensteine. Der Reitsteig ist ein Verbindungsweg zwischen dem Nassen Grund und der Unteren Affensteinpromenade und verläuft parallel zur Eulentilke. Der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Verbindungswegen ist, dass über die Eulentilke einige Wanderer unterwegs sind und auf dem Reitsteig keiner. Dafür liegen aber auch am Reitsteig immer mal wieder ein paar Bäume wie kleine Hindernisse herum und der Weg ist nicht so ausgelatscht. Auf der Affensteinpromenade geht es nach links der Wanderwegmarkierung grüner Punkt hinterher. Nach ½ Kilometer auf dem angenehmen Weg unterhalb der Affensteine sieht man vor sich den Felsen der Brosinnadel in den Himmel ragen. Besonders nett ist, dass man genau auf diesen abgespaltenen Felsen drauf zu wandert und dann mit dem nächsten Wanderzugang über einen Pfad zum Felsenfuß abbiegt. Am Felsenfuß geht es wieder zurück in südliche Richtung und nach wenigen Metern erreicht man eine kleinere Felsmurmel, an der sich die Boofe Glatze/Frisör befindet. Auf dem Pfad am Hang entlang führt der Weg weiter, bis unterhalb vom Wilden Kopf wieder ein einzelner Felsen liegt und auch an ihm ist eine offizielle Boofe ausgeschildert.
Damit ein paar Höhenmeter eingespart werden können, empfiehlt es sich, den Pfad noch ein kleines Stück weiter zu wandern, um dann den Aufstieg der Wilden Hölle zu erreichen. Über diesen Aufstieg geht es hoch auf die Affensteine. Der Aufstieg ist aus meiner Sicht relativ einfach, aber hier habe ich doch auch schon so manchen zetern und schimpfen gehört. Es geht an einem 45° steilen Felsen mit der Unterstützung von ein paar Klammern aufwärts. Da dieses meine damals 5-jährige Tochter ohne Unterstützung von mir geschafft hat, sollte es eigentlich jeder schaffen. Aber manchmal ist es eben nicht so sehr die physische Herausforderung, sondern eher die psychische, die einem zu schaffen macht und hier sind die Zwerge so manchem Erwachsenen haushoch überlegen, da sie sich nicht mit so Fragen wie „was wäre wenn“ beschäftigen. Nach dem Aufstieg durch die Wilde Hölle erreicht man die Obere Affensteinpromenade, der man nach links folgt. Im Gegensatz zur Unteren Affensteinpromenade handelt es sich bei der Oberen um ein noch wilderes Zickzack mit einigen Höhenmetern und einem Bergpfad, der auch mal leichte Klettereinlagen bietet. Kurz bevor man die Häntzschelstiege zwischen dem unteren und oberen Teil kreuzt, befindet sich eine Selbstrettungsbox und die Bauerlochboofe an der Häntzschelstiege. Hier befindet sich zwar kein offizielles Kennzeichen, aber der Platz ist eindeutig zu erkennen. Der Felsen an der Häntzschelstiege wird umrundet und es geht auf dem Felsband ca. 700 Meter entlang, bis hinter dem Häntzschelturm ein größerer Talkessel auf der rechten Seite zu sehen ist. Hier befindet sich die Boofe unterhalb des Häntzschelturms.
Von dieser riesigen Boofe in der versteckten Nische der Affensteine geht es weiter über die Obere Affensteinpromenade, bis nach etwas mehr als 100 Metern rechts ein breites Tal mit einem Pfad abbiegt. Dieser sehr angenehm ansteigende Pfad führt auf einen weiteren Reitsteig. Diesmal handelt es sich um den Reitsteig auf den Affensteinen mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich . Dieser Markierung folgt man die nächsten 400 Meter bis zur gelben Wanderwegmarkierung . Hier geht es dann nach rechts gelb markiert weiter. Um noch die Boofe unterhalb des Carolafelsens zu finden, folgt man der gelben Markierung diesmal nur 100 Meter, um dann nach rechts mal wieder die Obere Affensteinpromenade zu bewandern. Hier geht der Pfad auf den Affensteinen verführerisch leicht vorwärts, aber eigentlich muss man nach nur 150 Metern den markierten Weg verlassen, um in der ersten Linkskurve geradeaus zu wandern. Ein vollkommen unscheinbarer Zugang führt zur Boofe im südlichen Winkel des Carolafelsen. Jetzt geht es wieder zurück auf die gelbe Wanderwegmarkierung und damit auf die Obere Affensteinpromenade. Sehr nett ist nach ungefähr 300 Metern ein Felsbogen, der aussieht wie ein kleines Prebischtor, und eine gewaltige Buche mit einem riesigen Wurzelgeflecht. Wenn man der Wanderwegmarkierung ordentlich folgt, dann verlässt man die Affensteine am Kleinen Dom über eine Vielzahl an Stufen. Auf der gegenüberliegenden Talseite sind die Felsen der Höllenwand zu bestaunen. Damit es aber nicht zu langweilig wird, geht es auch noch an einer schmalen Felskante mit Haltegriffen vorbei und zum Überwinden eines Felsens ist eine Leiter angebracht. Das hört sich aber alles schlimmer an, als es wirklich ist. Den Abstieg schafft wirklich jeder.
Unten angekommen geht es auf einem ziemlich sandigen Weg ¼ Kilometer vor, bis die erste Möglichkeit kommt, nach rechts abzubiegen. Hier wird der markierte Weg kurz verlassen und der Große Dom umrundet. Auf der nördlichen Seite des Großen Doms befindet sich die Sachsenhöhle mit der offiziellen Boofe. Irgendwie finde ich Sachsenhöhle leicht übertrieben, da ich mir darunter eine echte Höhle mit einem großen Format vorstellen würde. Der Felsüberhang ist zwar tatsächlich riesig, aber so eine richtige Höhle ist es dann doch nicht. Die nächste Boofe liegt eigentlich nur ein paar Meter entfernt auf der gegenüberliegenden Talseite am Sandlochturm. Die vollständige Bezeichnung beinhaltet aber auch schon eine Beschreibung des Problems: Boofe auf dem Band unter dem Sandlochturm. Ah, auf dem Band! Mit normalen Kletterkünsten erreicht man diese Boofe nur von der Rückseite über den östlichen Ausläufer des Bandes. Dazu geht es also wieder aus dem Tal am Großen Dom zurück auf den markierten Wanderweg und die nächsten 300 Meter bis zur Wegmarkierung grüner Punkt . Dieser folgt man nach rechts, bis nach ¼ Kilometer wieder nach rechts der Zugang zur Hölle abbiegt. Den Pfad geht es leicht ansteigend aufwärts, bis schon wieder nach rechts der erste Kletterzugang in die Richtung der Felsen abbiegt. Mit diesem Pfad kommt man automatisch auf das Band am Sandlochturm und damit an die relativ kleine Boofe in einer niedrigen horizontalen Felsspalte. Anscheinend hat es hier irgendwelchen Boofern (nennt man Mitmenschen, die in einer Boofe übernachten, so?) zu sehr gezogen und deshalb ist die linke Seite mit kleinen Felsen zugesetzt.
Die Boofensuche geht wieder auf den grün markierten Waldweg zurück und damit in Richtung Schrammsteine/Schrammtor. Bekanntermaßen stößt zu der grünen Wanderwegmarkierung die gelbe wieder dazu. Diese beiden Markierungen führen zusammen um die Lorenzwände. Genau an der Spitze bzw. dem oberen Fuß der Lorenznadel befindet sich die nächste Boofe. Leider ist der Zugang nur vom oberen Teil der Lehne zu erreichen. Das heißt, man wandert auf den beiden Wegmarkierungen (gelbe und grüne) eine Strecke von ca. 700 Metern und dann biegt nach links der bequeme Aufstieg namens Lehne ab. Den Aufstieg geht es 600 Meter aufwärts. Auf der linken Wegseite sieht man schon die ganze Zeit die Felsen bzw. den Fuß der Felskette und genau darunter verläuft der Zugang zur Lorenznadel. Auch wenn der Pfad zwischendurch nicht so aussieht, so führt er 350 Meter bis zur Spitze der Felsen und auf der Rückseite (nördliche Seite) befindet sich die Boofe.
Nach dieser sehr abseits gelegenen Boofe geht es wieder zurück auf den markierten Wanderweg, um den letzten großen Block an Boofen zu suchen. Es empfiehlt sich, nur noch der gelben Wanderwegmarkierung zu folgen. Nachdem der grüne Punkt die Wanderung verlassen hat, erreicht man nach etwas mehr als ½ Kilometer in der ersten größeren Rechtskurve den hervorragend ausgebauten Kletterzugang zum Torstein. Die ersten beiden Boofen liegen an der östlichen Seite des Torsteins. Dadurch, dass auf dieser Seite der Felsfuß relativ hoch liegt, hat man eine erstklassige Aussicht auf den Falkenstein. Für die nächsten zwei Boofen am Torstein geht es auf die westliche Seite. Diese beiden Boofen liegen etwas tiefer und so muss man leicht absteigen und dann den Felsen umrunden. Die erste westliche Boofe befindet sich an einer dicken Felsmurmel. Um die letzte Boofe dieser Boofensuche zu finden, geht es ein kleines Stückchen wieder aufwärts bis zum Felsfuß. Der Aufstieg bis zur Boofe ist mit ein paar Stufen ganz gut ausgebaut und leicht zu erreichen. Damit sind alle offiziellen Boofen im Bereich der Schrammsteine/Affensteine gefunden. Ganz lustig ist noch der Kletterzugang links von der letzten Boofe. Wenn man aufmerksam auf den Felsen blickt, dann ist dort ein schwarzer Pfeil, der nach oben zeigt. In einer Art Kamin ist hier ein Aufstieg, der aus meiner Sicht nur noch reinen Kletterern vorbehalten bleibt.
Das letzte Stück der Wanderung führt jetzt zurück auf den Weg unterhalb der Schrammsteine und damit wieder auf die gelbe Wanderwegmarkierung. Nach ein paar hundert Metern stößt die Wanderung auf die Wanderwegmarkierung blauer Strich . Zuerst verlaufen die beiden Wegmarkierungen noch parallel, aber dann biegt die gelbe Markierung links ab und es empfiehlt sich, der blauen nach rechts zu folgen. Die Wanderung führt runter in den Lattengrund und diese Schlucht ist genauso interessant wie der Schießgrund vom Anfang der Wanderung. Beides sind sehr enge Schluchten und eine schöne Einstimmung auf die Felsenwelt der Sächsischen Schweiz. Nachdem man am Ende des Lattengrundes angekommen ist, geht es die letzten paar Meter über die Fahrstraße nach oben bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Damit ist eine ganz lustige Wanderung zu Ende gegangen, die zwar ziemlich anstrengend war, aber eine Vielzahl interessanter Plätze zu Tage gefördert hat. Außerdem ist diese Wanderung auch eine schöne Runde mit einigen Felsen und vielen tollen Aussichten.


Hinweis(e)

nicht Kindergeeignet, sehr lang, sehr schmale Stelle


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Geschichte der Tour (E02533)

Erste Publikation: Mittwoch, 27. Juli 2011

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 27. Juli 2011

Tour publiziert von: mik holland