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Umgebung von Bacena - foto: Andreas Weissen

Umgebung von Bacena - foto: Andreas Weissen

Zwischen Devero und Goglio - foto: Andreas Weissen

Zwischen Devero und Goglio - foto: Andreas Weissen

Seilbahnstation von Goglio - foto: Andreas Weissen

Seilbahnstation von Goglio - foto: Andreas Weissen

Baceno - foto: Andreas Weissen

Baceno - foto: Andreas Weissen

Wanderweg bei Baceno - foto: Andreas Weissen

Wanderweg bei Baceno - foto: Andreas Weissen

Schluchten von Uriezzo - foto: Andreas Weissen

Schluchten von Uriezzo - foto: Andreas Weissen

Verampio - foto: Andreas Weissen

Verampio - foto: Andreas Weissen

Informationszentrum in Crodo - foto: A. Weissen

Informationszentrum in Crodo - foto: A. Weissen

Ausstellung im Informationszentrum - foto: Weissen

Ausstellung im Informationszentrum - foto: Weissen

Tourenbeschreibung

Die letzte Etappe führt uns von den Alpweiden hinunter in den Dauersiedlungsraum nach Baceno mit den vielen Weilern und schliesslich nach Crodo, wo sich neben der bekannten Mineralquelle auch das Besucherzentrum des Naturparks Veglia-Devero befindet. Es ist eine leichte Talwanderung, meistens auf guten Wegen. In der Umgebung der Dörfer begegnen wir einem neuen Lebensraum, dem Kastanienwald. Die Kastanie bildete während Jahrhunderten das wichtigste Grundnahrungsmittel der Bevölkerung der Südalpen und des Appenins.


Wegbeschreibung:
Wir verlassen die Alpe Devero im Weiler Ai Ponti (deutsch: Bei den Brücken), im Mündungsbereich des Torrente Buscagna und des Torrente della Rossa in den Torrente Dèvero. Im Bereich des Parkplatzes an Ende der Siedlung achten wir auf den Wegweiser „Goglio“. Zunächst geht es ziemlich Flach bis nach Forcola (1628 m ü. M.). An der Hangkante beginnt ein spektakulärer Saumpfad, der uns in zahlreichen Kurven nach Goglio (1110 m ü. M.) bringt. Die ehemalige Talstation der Luftseilbahn nach Devero und ein Partisanendenkmal erinnern an die Zeit des Widerstandes, als im Herbst 1944 die Partisanenrepublik Ossola ausgerufen wurde.
Von Goglio, wo an den Hängen die schönsten Fichten-Weisstannen-Wälder der Valle Antigorio stocken, wandern wir rund 500 Meter auf der Asphaltstrasse talauswärts. Links zweigt die Fahrstrasse nach Esigo ab. Nach zwei, drei Kilometern durch den Wald erreichen wir die Lichtung von Esigo mit artenreichen Mähwiesen und traditionellen Steinhäusern. Vor der grossen Kurve zweigt der Fussweg nach Osso ab. Bei einem Kreuz schweift der Blick weit hinunter in die Valle Antigorio. In unzähligen Kehren steigen wir durch den Kastanienwald nach Osso ab.
Wir bleiben am rechten Ufer des Torrente Dèvero, gehen an Croveo vorbei oder gönnen uns eine kleine Pause und besichtigen die Kirche, und gelangen schliesslich durch Buchen- und Kastanienwälder und zahlreiche Lichtungen nach Baceno (684 m ü. M.). Die Kirche von Baceno, ein mächtiger Bau auf einem Felsen, ist dem Heiligen Gaudenz geweiht und als Bauwerk von nationaler Bedeutung eingestuft. Wir besuchen das Baudenkmal, an dessen Fassade ein riesiges Fresko des Heiligen Christopherus prangt. Links neben der Kirche führt der alte Maultierpfad hinunter nach Verampio.
Auf halbem Weg weist ein Wegweiser zu den Orridi di Uriezzo. Der Abstecher in die enge Felsenschlucht lohnt sich. Die Orridi sind während der letzten Eiszeit entstanden, von einem Bach unter dem Gletschereis in den Felsen gefressen.
Verampio ist ein besonderer Ort für die Geologen. Hier treten die tiefsten Schichten der Alpenfaltung das so genannte „Element 0“ ans Tageslicht. Wer sich für das besondere geologische Phänomen interessiert, muss auf dem Strässchen bei Verampio hundert, zweihundert Meter zurück wandern. Auf einem kleinen Steg über der Tosa (ital. Toce) und den abgeschliffenen Rundhöckern kann das Gestein studiert werden.
Das Fahrsträsschen führt uns geradewegs zur Elektrizitätszentrale am linken Ufer des Toce. Wir überqueren den Bach, gehen an einer Villa vorbei und überqueren den Abflusskanal des Elektrizitätswerks. Anstatt der Strasse weiter zu folgen, wählen wir die Wegspur ohne Markierung am linken Ufer des Kanals. Der Weg wird besser, geht durch Gebüsch. Der Kanal mündet in den Toce und weitet sich zu einem künstlichen See aus mit Schilf am Ufer. Am Ende des Sees steht ein Laufkraftwerk. Wir gelangen auf die Asphaltstrasse zurück, durchqueren den Weiler Quategno und wechseln aufs andere Ufer des Toce. Nach wenigen Schritten sind wir in Crodo (512 m ü. M.). Wir überqueren die Hauptstrasse und gehen in das lang gezogene Dorf hinein. Am anderen Ende stossen wir wieder auf die Hauptstrasse. Auf der anderen Seite beim Eingang in den Parco delle Terme befindet sich das Besucherzentrum des Parco Naturale Veglia Devero mit einer Ausstellung (u.a. zum Lebensraum des Birkhuhns) sowie zwei Museen zu den Mineralien und zum Mineralwasser.

Wegbeschreibung: Andreas Weissen



Landschaft, NATURA2000, Schutzgebiete

Die Route verläuft zum grössten Teil durch Wälder: Fichten-Weisstannen, Buchen und Kastanien. Bei Forcola und am Rande von Esigo gelangen wir zu Aussichtspunkten, bei denen weite Teile der Valle Antigorio überblickt werden können. Rund um die Siedlungen finden sich die artenreichen Mähwiesen, die schönsten bei Esigo.


Typische Arten Flora und Fauna gemäss Natura 2000

Insekten: Christ’s Mohrenfalter (Erebia christi) RL CH / § / E / S.

Vögel: Schwarzspecht (Dryocopus martius) ca / S, Wasseramsel (Cinclus cinclus) ca / S.


Weitere Arten (Rote Liste / Geschützte / Endemiten / Charakterarten):

Frauenschuh (Cypripedium calceolus) RL CH / § / S, Feuerlilie (Lilium bulbiferum) RL CH / §, Paradies-Lilie (Paradisea liliastrum) RL CH / §, Südliche Tulpe (Tulipa australis) RL CH / §,
Türkenbundlilie (Lilium martagon) RL CH / §, Strauss-Steinbrech (Saxifraga cotyledon) RL CH,
Angebranntes Knabenkraut (Orchis ustulata) RL CH / §, Karthäuser-Nelke (Danthus carthusianorum) ca,
Wald-Weideröschen (Epilobium angustifolium) ca.


Status-Kategorien:
• RL CH: Liste der gefährdeten Arten der Schweiz (Rote Liste)
• §: auf nationaler Ebene geschützt
• E: Endemit
• S: Smaragd-Art
• ca: Charakter-Art


Typische Lebensräume gemäss Natura 2000 und andere

Extensive Mähwiesen und Weiden, Fettwiesen und Lägerstellen, Lärchenwälder, Flachmoore
Grünerlengebüsch und Hochstaudenfluren, Hochmoore, Schwemmufervegetation, Kalkrasen
Borstgrasweide (mit Elementen anderer alpiner Weiden), Zwergstrauchheiden und Windkanten.



Empfehlungen des WWF für Wanderungen

Wanderungen in den Bergen sollten sorgfältig geplant werden. Wichtig ist eine gute Karte im Massstab 1:50'000 oder besser noch 1:25'000. Die Ausrüstung sollte leicht und zweckmässig sein. Dazu gehören unter anderem Wanderschuhe mit gutem Profil, Regenschutz und ein warmer Pullover. Feldstecher und Notizblock dürfen nicht fehlen. Selbstverständlich sollte ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln und Wasser im Rucksack mitgetragen werden. Wir empfehlen, in den Gaststätten nach regionalen Spezialitäten und/oder Bio-Produkten zu fragen.

Abfälle dürfen nicht weggeworfen, Blumen und Pflanzen nicht gepflückt werden. Die Ruhe der Natur ist zu respektieren. Die markierten Wege sollten nicht verlassen werden, um die Wildtiere nicht unnötig zu stören.


Hinweis(e)

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Historische und volkskundliche Aspekte

ältere Leute sprechen „Walser Titsch“; im Alltag dominiert die italienische Sprache.


Weitere Etappen

Vorgängeretappe: Smaragdweg Wallis-Piemont: Etappe 9


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Orte an der Route: Alpe Dèvero - Gòglio - Cròveo - Baceno - Crodo. Folgen Sie bitte den signalisierten Wegen nach - Goglio - Esigo - Osso - Croveo - Baceno - Verampio - (ab Verampio nicht mehr auf markiertem Weg!)


Webcams

Kennzahlen der letzten 12 Monate (seit Dezember 2015)

13553

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Popularitäts-Index

Verglichen mit allen anderen Wanderungen in der Region Piemonte

Geschichte der Tour (B01378)

Erste Publikation: Donnerstag, 22. Mai 2008

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 12. Februar 2014

Tour publiziert von: GPS-Tracks.com powered by GEO-Tracks GmbH