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Lärchenwald, Simplonpass - foto: Andreas Weissen

Lärchenwald, Simplonpass - foto: Andreas Weissen

Via Stockalper - foto: Andreas Weissen

Via Stockalper - foto: Andreas Weissen

Via Stockalper, Saltina-Schlucht - foto: A.Weissen

Via Stockalper, Saltina-Schlucht - foto: A.Weissen

Brig, Alpenstadt 2008 - foto: Ralpf Imstepf

Brig, Alpenstadt 2008 - foto: Ralpf Imstepf

Naturschutzgebiet Achera biela - foto: A. Weissen

Naturschutzgebiet Achera biela - foto: A. Weissen

Wanderweg - foto: Andreas Weissen

Wanderweg - foto: Andreas Weissen

Hopschusee, Simplonpass - foto: Andreas Weissen

Hopschusee, Simplonpass - foto: Andreas Weissen

Simplonpass - foto: Andreas Weissen

Simplonpass - foto: Andreas Weissen

Tourenbeschreibung

Die Route verläuft vollständig auf dem Stockalperweg auf den Simplonpass. Der historische Saumpfad wurde im 17. Jahrhundert vom Briger Kaufmann Kaspar Jodok von Stockalper für den alpenquerenden Saumverkehr ausgebaut. Stockalpers Maultierkolonnen waren währen Jahrzehnten Tag und Nacht unterwegs. Wir folgen seinen Spuren durch abwechslungsreiche Kultur- und Naturlandschaften. Unser Ziel ist die weite Passlandschaft in atemberaubender Bergkulisse auf dem Simplon.


Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Stockalperpalast in Brig. Wir folgen den speziellen braunen Wegweisern auf der alten Simplonstrasse über Riedbachstrasse und Römerweg und erreichen nach 50 Minuten Anstieg auf dem Brigerberger Hochplateau die Weiler Lingwurm und Brei.
Nach einer kurzen Strecke auf einem Drittklasssträsschen zweigen wir links ab und steigen im Zickzack durch den Riederwald, einen trockenen Föhrenwald. Zur Querung der senkrecht abfallenden Wand vor Chalchofe liess Stockalper über der 300 m tiefen Saltinaschlucht einen breiten Weg in die Felswand schlagen.
Über die alte Napoleonstrase erreichen wir Schallberg (1316 m ü. M). Hier bietet sich eine herrliche Rundsicht auf die verzweigten Täler der Simplon-Nordseite. Der Abstieg von Schallberg in den Gantergrund führt auf südexponiertem Hang durch eine artenreiche Walliser Felsensteppe hinunter in den Grund (1072 m ü. M). Der Gantergrund ist als Auenlandschaft von nationaler Bedeutung klassiert. Die Talschaft Ganter und der Weiler Grund waren im Mittelalter eigene Gemeinden. Der Kornstadel in Grund belegt den früheren Getreideanbau.
Ab Herbst 2008 kann der Gantergrund direkt von Brig aus über das Grindji (= kleiner Grund) und die imposante Schlucht der Saltina erreicht werden. Die Stadtgemeinde Brig-Glis – inspiriert von Stocklalper – liess einen mehreren Kilometer langen Weg durch den Felsen sprengen.
Vom Gantergrund folgen wir einer Forststrasse, danach dem Saumweg durch einen kühlen Fichtenwald und Grünerlengebüsch und überqueren mehrmals den schäumenden Wildbach, die Taferna. Auch eine kleine Häusergruppe im gleichnamigen Tal trägt den Namen Taferna (1597 m ü. M). Hier soll zu Stockalpers Zeiten ein Gasthaus (= Taverne) gestanden haben, in der laut der Sage die Wirtin Johannely Fy Wein mit Wasser panschte und deswegen bis heute als „arme Seele“ im Kaltwassergletscher büssen muss.
Den steilen Aufschwung zum Simplonpass durch dichten Lärchenwald schaffen wir in zahlreichen Windungen. Nach der Lärchmatte erreichen wir die Passhöhe (2004 m ü. M.). Der Blick öffnet sich auf eine weite Landschaft mit unzähligen Mooren und mehreren Gebirgseen, in denen sich als mächtigster Berg das Fletschhorn (3996 m ü. M) spiegelt. Die Hochmoore auf dem Simplon sind als national bedeutsam klassiert.

Wegbeschreibung: Andreas Weissen



Landschaft, NATURA2000, Schutzgebiete

Der Weg von Brig auf den Simplonpass führt durch verschiedene Landschaften, trockene Föhrenwälder mit Pflanzen der Walliser Felsensteppe, feuchte Fichtenwälder und dichte Lärchenwälder. Wir durchqueren zwei Naturlandschaften von nationaler Bedeutung, das Auengebiet Grund und das Hochmoor auf dem Simplonpass.


Typische Arten Flora und Fauna gemäss Natura 2000

Vögel: Schwarzspecht (Dryocopus martius) ca / S, Wasseramsel (Cinclus cinclus) ca / S, Steinrötel (Monticola saxatilis) RL CH / S.


Weitere Arten (Rote Liste / Geschützte / Endemiten / Charakterarten):

Federgras (Stipa pennata) RL CH, Gottesanbeterin (Mantis religiosa) RL CH, Röhrenspinne (Eresus niger) RL CH, Paradies-Lilie (Paradisea liliastrum) RL CH / §, Rundblättrige Hauhechel (Ononis rotundifolia) ca, Dingel (Limodorum abortivum) RL CH / §, Stengelloser Tragant (Astragalus excapus)RL CH, Spanischer Bläuling (Plebejus pylaon trappi) RL CH, Türkenbundlilie (Lilium martagon) RL CH / §,Walliser Levkoje (Matthiola vallesiaca) RL CH / § / E, Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) RL CH / §, Angebranntes Knabenkraut (Orchis ustulata) RL CH / §, Karthäuser-Nelke (Danthus carthusianorum) ca, Langfühler-Schmetterlingshaft (Libelloides longicornis) RL CH, Wald-Weideröschen (Epilobium angustifolium) ca, Lärche (Larix decidua) ca, Schwefel-Anemone (Pulsatilla apiflora) ca,
Scheuchzers Wollgras (Eriophorum scheuchzeri) RL CH, Fieberklee (Menyanthes trifoliata) RL CH,
Sumpfherzblatt (Parnassia palustris) ca, Blutauge (Potentilla palustris) RL CH, Rundblättriger onnentau (Drosera rotundifolia) RL CH / §, Alpen-Smaragdlibelle (Somatochlora alpestris) RL CH, Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) RL CH, Goldprimel (Androsace vitaliana) RL CH / §, Stengelloser Enzian (Gentiana kochiana) ca, Jacquins Binse (Juncus jacquinii) ca, Frühlings-Küchenschelle (Pulsatilla vernalis) ca, Küpfers Hahnenfuss (Ranunculus kuepferi) ca.


Status-Kategorien:
• RL CH: Liste der gefährdeten Arten der Schweiz (Rote Liste)
• §: auf nationaler Ebene geschützt
• E: Endemit
• S: Smaragd-Art
• ca: Charakter-Art


Typische Lebensräume gemäss Natura 2000 und andere

Steppenrasen, Extensive Mähwiesen und Weiden, Fettwiesen und Lägerstellen, Föhrenwälder
Schluchtwälder / Schluchtvegetation, Trockenrasen, Fichtenwälder: Lärchenwälder, Flachmoore
Hochmoore, Borstgrasweide (mit Elementen anderer alpiner Weiden).



Empfehlungen des WWF für Wanderungen

Wanderungen in den Bergen sollten sorgfältig geplant werden. Wichtig ist eine gute Karte im Massstab 1:50'000 oder besser noch 1:25'000. Die Ausrüstung sollte leicht und zweckmässig sein. Dazu gehören unter anderem Wanderschuhe mit gutem Profil, Regenschutz und ein warmer Pullover. Feldstecher und Notizblock dürfen nicht fehlen. Selbstverständlich sollte ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln und Wasser im Rucksack mitgetragen werden. Wir empfehlen, in den Gaststätten nach regionalen Spezialitäten und/oder Bio-Produkten zu fragen.

Abfälle dürfen nicht weggeworfen, Blumen und Pflanzen nicht gepflückt werden. Die Ruhe der Natur ist zu respektieren. Die markierten Wege sollten nicht verlassen werden, um die Wildtiere nicht unnötig zu stören.


Hinweis(e)

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Historische und volkskundliche Aspekte

Der Stockalperweg von Brig bis nach Gondo an der italienischen Grenze ist die „Nabelschnur“ des Ecomuseum Simplon“. Im Unterschied zu herkömmlichen Museen hinter gesicherten Mauern erschliesst das Ecomuseum Natur und Kultur in der Landschaft, im konkreten Fall die Passlandschaft des Simplons. Das Ecomuseum interessiert sich dabei für den Naturraum ebenso wie für die Geschichte, welche die Naturlandschaft zur Kulturlandschaft umformte.
Am Simplon waren der Passverkehr und die Landwirtschaft die prägenden Elemente. Auf der Wanderung über den Stockalperweg erleben wir die wechselvolle Geschichte mit allen Sinnen, entdecken neben den Naturlandschaften immer wieder historische Zeugen: das Stockalperschloss in Brig, den Kornstadel im Gantergrund, die Überreste des alten Gasthofes in der Taferna, das Hospiz auf dem Pass (19. Jahrhundert)), alte Spittel aus der Stockalperzeit und der steinerne Adler als Denkmal des Zweiten Weltkrieges. Während der Saumpfad Stockalpers (17. Jahrhundert) streckenweise gut erhalten ist, ist von der Napoleonstrasse (Eröffnung 1805) nur mehr wenig zu sehen. Die Nationalstrasse A9 wurde ab 1965 auf der Trassee der Napoleonstrasse errichtet. Immer mehr Lastwagen, teilweise mit gefährlichen Gütern, überqueren heute die ausgebaute Passstrasse, obwohl der alpenquerende Güterverkehr gemäss Bundesverfassung seit 2004 von der Strasse auf die Schiene verlagert sein müsste. Auf der Fahrt vom Pass nach Brig versagen gelegentlich die Bremsen und es kommt regelmässig zu Beinahe-Katastrophen.

• Simplon Hospiz, von Napoleon als Konzerne geplant, heute von den Augustinermönchen des Grossen St. Bernhard betreut
• Alter Spittel (auch: altes Hospiz), mit kleiner permanenter Ausstellung
• Sternwarte Simplon


Weitere Etappen

Anschlussetappe: Smaragdweg Wallis-Piemont: Etappe 7
Vorgängeretappe: Smaragdweg Wallis-Piemont: Etappe 5


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Orte an der Route: Brig - Brei - Undre Schallberg - Marchgrabe - Hopschurabe - Simplon Hospiz. Es ist empfehlenswert, den offiziellen braunen Wegweisern „Stockalperweg“ zu folgen.


Webcams

Kennzahlen der letzten 12 Monate (seit Dezember 2015)

2398

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Listen-Anzeige (ohne GEO-Map) der Tour zusammen mit anderen Touren
2681

Detail-Tourenaufrufe

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23

Begehungen

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50

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Popularitäts-Index

Verglichen mit allen anderen Wanderungen in der Region Wallis

Geschichte der Tour (B01374)

Erste Publikation: Montag, 26. Mai 2008

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 12. Februar 2014

Tour publiziert von: GPS-Tracks.com powered by GEO-Tracks GmbH