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Tourenbeschreibung

Etappe 7:

Die anspruchsvolle siebte Etappe auf dem Natursteig Sieg führt von Herchen durch die westerwälder Leuscheid nach Dreisel, passiert dort die Sieg und leitet an Dattenfeld vorbei zur Burgruine Windeck, dem offiziellen Endpunkt des Fernwegs.

Kommt man am Bahnhof Herchen an, muss man zunächst die Sieg überqueren, denn der Natursteig führt links des Flusses weiter nach Osten. Es geht wieder durch viel Wald, aber da der Natursteig im Wesentlichen dem Lauf des Flusses folgt, bieten sich immer wieder schöne Ausblicke. Dies gilt speziell auf Höhe der Siegschleife bei Übersetzig, die der Natursteig über Sonnenberg (243m) und Auenberg (228m) erreicht.

Hier auf Höhe von Dattenfeld am anderen Ufer schlägt der Natursteig Sieg noch einmal eine letzte Schleife in die Leuscheid und verläuft nördlich des Steinbachkopfs (301m) bis auf Höhe Helpenstell in die Wiesen bei Dreisel. Dieses 73ha große Naturschutzgebiet umfasst mehrere Abschnitt eines ehemaligen Siegaltarmes mit großflächigem, artenreichem Feucht- und Nassgrünland sowie magerem Grünland am Hang des Umlaufberges.

Angekommen in Dreisel passiert der Natursteig die Sieg und wechselt ein letztes Mal ins Sieg-Bergland. Der Weg führt östlich an Dattenfeld vorbei, wo sich der 1879-80 erbaute Siegtaldom – die Pfarrkirche St. Laurentius – mächtig erhebt. Die St. Laurentius Kirche ist die einzige doppeltürmige Kirche im Rhein-Sieg-Kreis, daher der bewundernde Beiname Siegtaldom.

Der Natursteig Sieg führt jetzt direkt nach Altwindeck. Das kleine Fachwerkdorf zu Füßen der Burg Windeck ist ohnehin schon sehenswert. Noch mehr aber lockt das als Museumsdorf Altwindeck angelegte Heimatmuseum. Die Hauptausstellung befindet sich im 1900 erbauten Schulgebäude, in dem u.a. ein kompletter Tante-Emma-Laden, eine Sammlung bergischer Uhren und eine historische Küche eingerichtet sind.

Die alte Schule wird ergänzt durch zwei Fachwerkhäuser aus der Umgebung, die abgerissen werden sollten. Die historischen Häuser – beide aus dem 17. Jahrhundert – wurden abgeschlagen und im Museumdorf wieder aufgebaut. Zwischen den Häusern wurde ein traditioneller Bauerngarten angelegt. Die Beete sind wie früher üblich mit Buchsbaum eingefasst. Ebenso üblich war die bunte Mischung aus Nutz- und Zierpflanzen.

Seit einiger Zeit gehört auch eine alte Mühle zum Museumsdorf Altwindeck. Sie liegt etwas weiter die Straße hinauf. Seit 2003 dreht sich hier wieder ein Mühlrad, das unter Verwendung alter Teile aus der historischen Irsermühle wiederhergestellt wurde. Der Altwindecker Bach treibt das Mühlrad, das ständig in Betrieb ist, an.

Das Projektbuero Natursteig Sieg untersuetzt die Vorstellung im GPS WanderatlasDer Natursteig Sieg wird mit freundlicher Unterstützung des Projektbüros Natursteig Sieg vorgestellt.

Jetzt geht es die letzten Meter hinauf zum Ruine der Burg Windeck. Ihr genaues Baujahr ist unbekannt, liegt aber jedenfalls vor 1174. Bei der ersten urkundlichen Erwähnung war Burg Windeck im Besitz der Landgrafen von Thüringen. Seit 1247 war Burg Windeck dann der südöstliche Stützpunkt der Grafen und späteren Herzöge von Berg, die das Bergische Land gegenüber dem Westerwald absicherte. Die Höhenburg hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und war oft in kriegerische Handlungen verwickelt, konnte aber erst 1672 genommen werden und wurde von französischen Truppen zerstört.

Von der Ruine hat man einen majestätischen Blick weit über das Sieg-Bergland. Heute wird die Burgruine für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt. 1997 diente Burg Windeck als Kulisse für die Verfilmung der Geisterjäger John Sinclair Verfilmung „Die Dämonenhochzeit“. Von Burg Windeck führt ein Weg hinab nach Schladern zum Bahnhof an der Siegtalstrecke mit Rückreisemöglichkeit nach nach Herchen, Eitorf, Merten, Blankenberg, Hennef und Siegburg.

Etappe 8:

Die letzte Etappe auf dem Natursteig Sieg führt von der historischen Burg Windeck nach Au an der Sieg. Hier markiert die Sieg kurzzeitig die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Am gegenüberliegenden Ufer liegt Hamm, der Geburtsort des großen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

First things first: Wir starten die Schlussetappe auf Burg Windeck und wandern von hier oberhalb von Schladern ostwärts bis zur Bundesstraße B 256, die von Hamm nach Waldbröl führt. Nach der Bundesstraße erreicht der Natursteig Sieg den kleinen zu Rosbach gehörenden Ort Poche im Windecker Ländchen.

Mit einem kleinen Haken streift der Natursteig Sieg Langenberg und führt dann ins Rosbachtal hinab zum früheren Waldkrankenhaus Rosbach, dem Auguste-Victoria-Stift. Das Gebäudeensemble wurde 1902 in anspruchsvoller Jugendstilarchitektur erbaut und galt seinerzeit als eine der ersten Lungenfachkliniken in Deutschland.

Das Projektbuero Natursteig Sieg untersuetzt die Vorstellung im GPS WanderatlasDer Natursteig Sieg wird mit freundlicher Unterstützung des Projektbüros Natursteig Sieg vorgestellt.





Hinter dem ehemaligen Waldkrankenhaus, das zu einem Wohn- und Gewerbeobjekt umgestaltet wird, erreicht der Natursteig Sieg den Aussichtspunkt Alter Stuhl (279m) mit herrlichem Ausblick auf Rosbach, das Siegtal im Windecker Ländchen und den Altenkirchener Westerwald.

Dann geht es auf Hurst zu, wo der Natursteig Sieg ein kurzes Stück dem Burgbach folgt und dann durch den Auer Wald zum Etappenziel nach Au leitet. Vom Bahnhof Au (Sieg) besteht jetzt die Möglichkeit, wieder bequem zurück zu fahren über Schladern, Herchen, Eitorf, Merten, Blankenberg und Hennef bis nach Siegburg, dem Start des Natursteigs Sieg.


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Orte an der Route: Herchen - Dreisel - Burg Windeck - Au


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Geschichte der Tour (E04047)

Erste Publikation: Donnerstag, 4. Oktober 2012

Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 4. Oktober 2012

Tour publiziert von: Christoph Spielvogel

Tourencharakter

Distanz: 31.9 km | Zeitbedarf: 45 h
Aufstieg: 19000 m | Abstieg: 0 m
Höchster Punkt: 310 m.ü.M.

Schwierigkeit T1 Wandern

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