Wanderung: Die Wegstrecke verläuft zum grössten Teil auf einem historischen Verbindungsweg der Walser zwischen den Dörfern Stafulwald (ital. Fodovalle) im Pomatt (ital. Val Formazza) und Ober Saley (ital. Salecchio superiore) zuhinterst in der Valle Antigorio. Der Weg führt grösstenteils durch Buchen- Fichten-, und Lärchenwälder und streift die Alpsiedlung von Vova. Der Blick schweift weit über das Tal von Premia bis nach Crodo.
Wegbeschreibung: Von Stafelwald (ital: Fondovalle) folgen wir zunächst der Hauptstrasse Tal auswärts, vorbei an einem kleinen Staubecken und dem neuen Tunnelportal. Nach rund 500 Metern mündet rechts eine Fahrpiste in die Hauptstrasse. ... »
Fondovalle - S. Antonio - C. Francoli - Salècchio Superiore.
Es ist empfehlenswert, den offiziellen Wegweisern zu folgen.
Hinweis(e):
SEHENSWÜRDIGKEITEN
Historische und volkskundliche Aspekte
Wir befinden uns im Siedlungsgebiet der Walser. Im 13. Jahrhundert verliessen Bewohner des deutschsprachigen Wallis ihre Heimat, um in anderen Hochtälern der Alpen zu siedeln. Walser Kolonien entstanden im heutigen Italien, Österreich und Liechtenstein sowie in den Kantonen Graubünden und Tessin. Von Fondovalle im Pomatt führt der historische Walser Weg über die Guriner Furka nach Bosco Gurin im Tessin. Unsere Wanderung folgt den Spuren der Walser in die entgegen gesetzte Richtung nach Attilone, Saley und Agher. Über den Albrunpass gelangen wir ins Binntal und ins Goms, die Urheimat der Walser. Die Walser haben besondere landwirtschaftliche Techniken entwickelt, um ganzjährig in höher gelegenen Gebieten zu siedeln. Die Walser betrieben Viehzucht und – wo es das Klima erlaubte – auch Ackerbau zur Selbstversorgung. Materialien für Werkzeuge und Bauten wurden vor Ort gewonnen. Davon zeugt der Kalkbrennofen von Casa Francoli (deutsch: Franzen Hüs) Im 20. Jahrhundert wurden mehrere Walser Siedlungen aufgegeben: Agher versank in den Fluten eines Stausees, Saley und Attilone entvölkerten sich. Einzig im Pomatt konnte sich die Bevölkerung dank des Tourismus halten. Allerdings sprechen nur mehr wenige ältere Leute „Walser Titsch“; im Alltag dominiert die italienische Sprache.
• Das Walser Museum in der Casa forte in Ponte (deutsch: Zum Steg) in der Val Formazza (deutsch: Pomatt) erzählt die eindrückliche Geschichte der Walser. • Die Internationale Walservereinigung hat ein virtuelles Museum (www.walser-alps.eu) mit vielen wertvollen Informationen zu Geschichte, Kultur und Wirtschaft der Walser eingerichtet.
VERPFLEGUNG- UND ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEITEN
• Ponte Formazza:
Albergo Ristorante Bar Rotenthal (V,Ü) Borgo Ponte I - 28863 Formazza (VB) tel. +39 0324 63060 www.rotenthal.it
Albergo Ristorante Bar Edelweiss (V,Ü) Frazione Ponte, 81 I - 28863 Formazza (VB) tel. +39 0324 63033 www.albergoedelweiss.net
Albergo Ristorante Bar Corno Brunni (V,Ü) Borgo Ponte, 3 I - 28863 Formazza (VB) tel. +39 0324 63114
Residence/Meublè Bar Monte Giove (Ü) Frazione Valdo I - 28863 Formazza (VB) tel. +39 0324 63034 web.tiscali.it/albergo_monte_giove