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Industriekultur

Industriekultur

Wisa Gloria, Lenzburg

Wisa Gloria, Lenzburg

Tourenbeschreibung

Der Raum zwischen Wildegg, Lenzburg und Hallwilersee ist eine der Kernregionen der Industrialisierung im Kanton Aargau. Entlang des Aabaches bestanden über die letzten 250 Jahre insgesamt 28 Werke, welche die Wasserkraft als Energiequelle nutzten. Sie waren die Grundlage für die Entstehung der Textilindustrie, zuerst in Manufakturen dann schon bald in mechanisierten Spinnereien und Webereien. Basis dieser Entwicklung war die textile Heimarbeit, die in der Region Lenzburg seit der Mitte des 18.Jahrhunderts einen grossen Aufschwung genommen hatte.

Wasserkraftnutzung und Textilindustrie waren die Grundlage für das Entstehen von einer ganzen Reihe weiterer Industrieunternehmen.

Zahlreiche Zeugen dieser Zeit sind noch erhalten, teils um- und neu genutzt. Andere sind verschwunden oder schlummern vor sich hin. Noch sind entlang dem landschaftlich reizvollen Wanderweg zwischen Hallwilersee und Aare viele Objekte und Ensembles zu sehen. Zu den einzelnen Bauten hat der Verein für Industriekultur am Aabach aussagekräftige Tafeln erstellt.

Stadtbahnhof der Seetalbahn
2004 ist das alte Stadtbahnhöfli von Lenzburg abgerissen worden und musste der Kernumfahrung der Altstadt weichen. Mit der Eröffnung der Seetalbahn im Jahr 1883 hatte die Stadt einen zweiten Bahnhof unmittelbar vor der Altstadt erhalten, nachdem schon 1874 der ausserhalb gelegene Bahnhof der Südbahnstrecke in Betrieb genommen worden war.

Konservenfabrik Hero & ehemaliges Gaswerk
Nördlich der Bahnlinie entstand nach und nach ein Industriegebiet, dessen Kern die Konservenfabrik Hero bildet. Hero entwickelte sich zum grössten Lenzburger Industrieunternehmen und hat den Namen der Stadt in die ganze Welt hinausgetragen.

Untere Mühle, Sägerei & Spielwarenfabrik Wisa-Gloria
Am Standort der Unteren Mühle entstand im Jahr 1882 eine Kinderwagenfabrik. Seit 1914 unter dem Namen Wisa-Gloria, entwickelte sich das Unternehmen zu einer Spielwarenfabrik mit einem breiten Sortiment. Generationen von Kindern haben auf Wisa-Gloria-Schaukeln gespielt.

Von der Nagelfabrik zum Arbeiterwohnhaus
Im Schatten des Autobahnviadukts steht eine alte Fabrik, die ebenfalls eine textile Vergangenheit hat. Einst als mechanische Werkstatt mit einem kleinen Wasserrad erbaut, war sie zwischenzeitlich als Baumwollspinnerei, dann als Nagel- und Wellkartonfabrik in Betrieb.

Schweizerische Leinenindustrie & Hetex Garn (2 Tafeln)
Die Hetex in Niederlenz hat eine 250-jährige Vergangenheit und war der prägende Industriebetrieb in Niederlenz. Ursprünglich als Indienne-Druckerei gegründet, entstand nach 1810 eine grosse Spinnerei und Weberei. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts folgte die Spezialisierung auf die Leinenweberei und später die Verarbeitung von Kunstfasern.

Mühle, Gipsmühle & Tabakstampfe Niederlenz
Rund um die Mühle Niederlenz waren im 19.Jahrhundert gleich mehrere kleine Wasserwerke mit minimalem Gefälle in Betrieb, die ursprünglich alle Teil des Mühlebetriebs gewesen waren: neben der eigentlichen Mühle eine Tabakstampfe und eine Gipsmühle.

Tabakstampfe, Stahlwollefabrik & Bandweberei Brunner
An einem alten Mühlenstandort im Niederlenzer Unterdorf richtete Johann Caspar Brunner im Jahr 1839 eine Baumwollweberei ein. Brunner war als Kind in Turgi aufgewachsen und hatte dort das Fabrikleben in der Textilindustrie kennengelernt. Als Fabrikant setzte er sich für verbesserte Arbeitsbedingungen ein und wurde zum Vater des aargauischen Fabrikgesetzes.

Manufaktur Laué & Kupferdraht-Isolierwerk
Nach dem Niedergang der Textilindustrie Ende des 19.Jahrhunderts verkaufte die Familie Laué ihr Unternehmen. Das Areal wurde vorerst für verschiedene Zwecke genutzt, ehe Karl Tobler 1920 das Kupferdraht-Isolierwerk gründete, das 1969 von den Kabelwerken Brugg übernommen wurde.


Manufaktur Laué
Der spätere erste Landammann des Kantons Aargau, Johann Rudolf Dolder, gründete 1775 am Fuss von Schloss Wildegg eine Textilmanufaktur. Bereits 1781 übernahm Christian Friedrich Laué das junge Unternehmen samt den Wasserrechten und baute eine Indienne-Manufaktur. Rund um die wachsende Textilfabrik entstanden mehrere Villen.

Hellmühle
Die Hellmühle unterhalb von Schloss Wildegg gehört zu einer alten Gewerbelandschaft, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Seit alters her nutzte sie sowohl das Wasser der Bünz wie auch, über den noch auf Niederlenzer Boden abzweigenden Kanal durch die Hornimatt, einen Teil des Wassers des Aabachs.

Bahnhof Wildegg & Jura-Cement-Fabrik
Der Ortsteil Wildegg ist als Industriesiedlung erst im 19.Jahrhundert entstanden. Massgebend dafür waren neben der Textilmanufaktur Laué die Eröffnung der Bahnlinie Brugg–Aarau im Jahr 1858 und der Bau der Jura-Cement-Fabrik 1890. Mit der Eröffnung der Seetalbahn nach Lenzburg 1895 wurde Wildegg gar zum Eisenbahnknotenpunkt.


Weitere Etappen

Vorgängeretappe: Hallwil - Lenzburg


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Orte an der Route: Lenzburg - Niederlenz - Wildegg


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Geschichte der Tour (B00451)

Erste Publikation: Freitag, 11. November 2005

Letzte Aktualisierung: Freitag, 28. Februar 2014

Tour publiziert von: Presented by www.lenzburg.ch

Tourencharakter

Distanz: 6.1 km | Zeitbedarf: 2½ h
Aufstieg: 31 m | Abstieg: 56 m
Höchster Punkt: 406 m.ü.M.

Schwierigkeit T1 Wandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Verein Industriekultur am Aabach
Netzwerk Müllerhaus
Bleicherrain 7
CH-5600 Lenzburg 1
Tel: +41 (0)62 888 01 00
E-Mail: industriekultur@lenzburg.ch
Internet: »

Tourismus Lenzburg Seetal
Kronenplatz 24
CH-5600 Lenzburg
Tel: +41 (0)62 886 45 46
Fax: +41 (0)62 886 45 35
E-Mail: tourismus@lenzburg.ch
Internet: »