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Monti di Motti, das Tor des Val Verzasca

Monti di Motti, das Tor des Val Verzasca

Tour description

Von Cugnasco führt eine steile Strasse vorerst im Zickzack nach Curogna und dann weiter an den Hängen entlang bis nach Monti di Motti. Die erste Strecke der Talfahrt gestaltet sich als schwierig, weil sie mit einigen Stufen bestückt ist und nochmals ein kurzer Anstieg folgt (kurze Tragestrecke). Bis zu den Hütten von Corte di Sopra finden wir uns auf dem teils holprigen Untergrund zurecht. Nach der wunderschönen Siedlung von Lignasca passen wir unsere Fahrtechnik den Wurzeln und Spitzkehren an, bis wir auf dem letzten Stück wieder auf einige Stufen, sonst aber auf gut befahrbares Gelände treffen. Der Rest zurück nach Cugnasco ist uns wohlbekannt.


Die kleine Siedlung Monti Motti ist der treue Wächter des Verzascatals.
Die Höhenterrasse überragt die Schluchten von Gordola, das tiefe Wasser des Lago di Vogorno und die zahlreichen Gipfel, die sich nachjagen und einander folgen bis zur Vereinigung mit den Alpen. Gleichzeitig ist sie auch ein bequemes Eingangstor, durch das die schönen, sonnigen Hänge mit ihren Wäldern und Alpsiedlungen erreichbar sind.


21. Oktober

Den Aufstieg von Cugnasco nach Monti Motti hatten wir schon vor einigen Monaten, mitten im Sommer bewältigt, auf dem Weg zur Alpe di Foppiana und den schönen Nadelwäldern des Sassariente. Heute haben die Bäume ihr Grün abgestreift und wärmere Farben angenommen, doch die Anstrengung, um den Höhenunterschied zu überwinden, wie auch die Freude, das Ziel erreicht zu haben, sind gleich geblieben. Das letzte Stück ist eine schöne Ebene, die wir im Gänsemarsch durchfahren, als ob wir einen Spurt vorbereiten wollten. Die Luft zischt rhythmisch, wenn sie vom hektischen Mühlwerk unserer Beine erfasst wird, um sich dann an der Mauer der Baumstämme am Wegrand zu brechen.
Wir halten am Ufer des Weihers, um Atem zu holen. Im Spätherbst sehen die Monti ganz anders aus: Verlassen und still, geniessen sie die laue Sonne, umgeben von den ersten schneebedeckten Gipfeln. Die schönen Steinhütten sind jetzt kahl und schmucklos, strahlen aber eine urtümliche Faszination aus, wie ein alter Medizinmann, der die Geschichte seines Stamms erzählt.
Wir wählen den Aufstieg nach rechts, folgen ihm aber nur bis zur ersten Kurve. Ein schmaler Weg zweigt nach links ab und senkt sich quer durch den schönen Buchenwald. Das erste Stück ist ausgesetzt und weist einige Stufen auf, doch wir lassen uns nicht entmutigen und setzen die Talfahrt fort. Die Buchenwälder sind steil und rutschig, doch sie bilden das beste Gelände für Mountainbike, denn das Unterholz ist meistens sauber und die Tücken sind stets gut sichtbar.
Nachdem wir die schwierigsten Passagen überwunden haben, ist ein Bach zu durchwaten, dann führt der Weg leicht ansteigend zu sonnigeren Hängen, an denen die Buchen das Zepter einer Demokratie von Birken, Nuss und Kastanienbäumen überlassen.
Die orange Einfarbigkeit löst sich auf in ein schillerndes Mosaik von Formen und Farbtönen, zu dem jeder Baum seinen Beitrag leistet.
Der Weg ist nicht sehr glatt, doch die geringere Steigung ermöglicht es, auch die anspruchsvollsten Passagen im Sattel zu überwinden. Im Wald sieht man hie und da Stallruinen und vom Gebüsch überwucherte Wiesen: Im Herbst, wenn das Laub sich lichtet, kann man zwischen den Pflanzen unerwartete Spuren unserer fernen Vergangenheit entdecken.
Plötzlich weckt uns ein leichtes Zischen aus unsern Gedanken. Wir müssen uns nicht umdrehen, um zu begreifen, dass einer von uns eine Reifenpanne hat. Wir halten an einer Wegverbreiterung und richten unsere ambulante Werkstatt ein. Auf einer Trockenmauer sitzend, die liebkost wird von der tief stehenden Sonne, die durch die Birken scheint, kosten wir die geschichtsreiche Stimmung und fühlen uns einen Augenblick mehr als nur einfache Durchreisende.
Nachdem das Rad geflickt ist, setzen wir die Abfahrt fort und erreichen die Hütten von Corte di Sopra. Hier öffnet sich der Wald gegen Westen.
Auf der andern Talseite können wir die Häuser und die grossen Weinberge von Mergoscia bewundern. Eine von Locarno ausgehende Asphaltstrasse klettert bis hier hinauf, und man weiss nicht, ob das gut oder schlecht sei. Unterhalb der Maiensässe wird die Abfahrt sanfter und flüssiger bis zum Rand eines Absturzes, mit herrlichem Ausblick auf Vogorno und den Stausee, der die Kantonsstrasse umspült. Dann begegnen wir andern Lichtungen und andern im Wald verstreuten Hütten: Es sind die Vorboten des Maiensässes von Lignasca, dem eigentlichen Herzen dieses schönen Tales, das sich mit seinen gepflegten Weiden und den prächtigen Steinhütten, umrahmt von Weinlauben und Fruchtbäumen, präsentiert.
Weiter unten verläuft die Strecke wieder zwischen den Bäumen, mit einer Reihe anspruchsvoller Spitzkehren. Der Weg ist aus armem Material, aber meisterhaft gebaut; er erlaubt es uns, sicher an der schroffen Bergflanke hinunter zu fahren. Die einzige Schwierigkeit sind die Kiesel und Wurzeln, die an den steilsten Stellen liegen.
Während wir uns zügig dem See nähern, versperrt uns eine Gabelung den Weg und lässt uns die Wahl zwischen zwei Strecken: Die eine führt nach rechts und scheint flüssiger, verschwindet aber sofort in einer engen Schlucht; die andere, nach links, weist zahlreiche Stufen auf, scheint aber Gewähr zu bieten, die Ebene zu erreichen, ohne uns in unwegsamen Schluchten zu verlieren. Wir wenden uns nach links und überwinden mit ruhigen und entschlossenen Manövern alle Hindernisse.
Nach wenigen Metern stossen wir auf eine letzte Abzweigung, die nicht auf unserer Karte eingezeichnet ist.
Ein Wegweiser rät uns, geradeaus weiter zu gehen, doch der Weg wird flach, deshalb stürzen wir uns auf die rechte Seite und hoffen, die Strasse so rascher zu erreichen. Wir haben ein weiteres Mal Glück: Nur eine kurze ausgesetzte Passage muss zu Fuss bewältigt werden, bevor wir eine Reihe leichter Kehren befahren können.
Schliesslich bleibt nur noch der Asphalt: Es ist schade, die wenigen verbliebenen Kräfte auf diese Weise zu vergeuden, doch das Verzascatal hat uns sehr viel geboten, und wir wagen nicht, mehr zu verlangen.

Alfio Cerini, Tessin auf zwei Rädern, Dadò Editore, Locarno, 2008


Note(s)

Nicht fahrbar sind ca. 5 Minuten bei Chignolo.


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  • -aufstieg problemlos -abstieg nur für sehr routinierte biker, da auf wanderwerg - zeit ca 4 stunden

  • Schöner, gemütlicher Teeraufstieg mit herrlichem Aussichtspunkt fast zuoberst. War auf Monti di Motti etwas irritiert, weil Schild mit Bikeverbot beim Einstieg in den Singletrail steht... und das auf einer offiziellen Route von Ascona Locarno Tourist Office... Nun denn, der Single Trail war sensationell, wenn auch sehr schwer fahrbar, weil sehr nass (nach tagelangem Regen) und noch viel Herbstlaub. Trotzdem Hammer. Etwas Öde der letzte Stück auf Teer - Insider wüssten da sicher noch ein paar Offroad-Trails

  • Beim Einstieg in die Abfahrt in Monti Motti befindet sich das Verkehrsschild “Verbot für Radfahrer“.

  • Eigentlich eine tolle Tour. Aufstieg bequem auf Asphalt bis zum Restaurant Monti di Motti. Die Speisekarte lässt allerdings etwas zu wünschen übrig und ist auch nicht grade günstig. Wir empfehlen Picnic aus dem Rucksack. Die Abfahrt war etwas durchzogen. Einige Bäume und Felsbrocken über dem Weg, was uns oft mit schieben und tragen beschäftigte. Wir sind dem vorgegebenen GPS-Track gefolgt bis unten zur Strasse am Verzasca Stausee. Und wir hatten ne Action Cam dabei. Einige Ausschnitte sind bei den Fotos. Ein 24 Zöller ist hier absolut von Vorteil in den engen Spitzkehren, so wie ich mit meinem Mountain Cycle.
    Tendency: Ganz klar: S2 nicht S1 (Abfahrt)
    Special: Wichtig: nicht dem Wanderweg Diga Verzasca folgen (Wegweiser-Tafel), sondern rechts weiter dem Weg entlang und alles wird gut.

  • Schöne Tour, welche bei der Abfahrt an einsamen kleinen Siedlungen und Rusticos , welche nur zu Fuss zu erreichen sind, vorbeiführt. Wie beim anderen Zustandsbericht schon erwähnt, ist auch nach meiner Meinung S1 bei der Fahrtechnik zuwenig. Ich würde auch S2 geben. Da im Vorbericht erwähnt wurde, dass der Track nicht mehr ganz stimmt und danach eine alternative Route mit 45 Minuten Bike tragen genommen wurde, habe ich von Zuhause aus einen Alternative auf der Karte gesucht. Wir sind schon vor dem Dörfchen Fontöbbia dem Wanderweg nach Berzona (Norden) gefolgt. Somit hatten wir nur noch eine kurze Abfahrt (ca. 5min) mit etwas Bike tragen. Danach folgte schon eine Asphaltstrasse ins Dorf. Bei der Hauptstrasse einfach ins Tal hinunterfahren bis zum alten Track.
    Tendency: Fahrtechnik eher S2, nicht S1.

  • Nachdem der Aufstieg auf der asphaltierten Strasse bewältigt wurden wird man auf dem Monti di Motti mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Für geübte biker folgt eine tolle Abfahrt bei der bis auf einige Spitzikehren alles gefahren werden kann. Die Einstufung als S1-Technik ist allerdings an der Grenze. Es hat viele Passagen, die man sicher als S2 deklarieren könnte. Fast am Schluss der Abfahrt zum Verzasca Stausee hat der GPS-Track nicht mehr mit den tatsächlichen Wegen übereingestimmt. Wir sind dann dem Wanderweg mit der Signalisation "Diga Verzasca" gefolgt. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass auf diesem Weg das Bike mehr getragen werden muss, als sonstwas. (ca. 45min). Ansonsten eine super Abfahrt mit wunderbaren Aussichten ins Verzascatal.

    Comment GPS-Tracks.com: Danke für dieses konstruktive Feedback. Bei Gelegenheit werden wir die Strecke zwischen Monti di Motti und der Diga Verzasca selbst abfahren und die Tour dann neu aufschalten. 20.10.09 gps-tracks.com



Places along the route: Cugnasco - Curogna - Monti di Ditto - Monti di Motti - Lignasca - Gordola - Riazzino - Cugnasco


Webcams

Key figures for the last 12 months (since September 2015)

8740

Views

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References to the tour sheet
273

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Popularity index

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Tour history (B01860)

First published: Freitag, 13. März 2009

Last updated: Montag, 8. Juni 2015

Tour published by: Presented by www.ascona-locarno.com

Tour characteristics

Distance: 25.8 km | Time requirement: 3 h
Ascent: 896 m | Descent: 896 m
Highest point: 1062 m.a.s.l.

Difficulty S2

Printing, information

See also

Ascona-Locarno Tourist Office
Infodesk Tenero e Valle Verzasca
Via al Giardino 3
CH - 6598 Tenero
Tel.: +41 (0)91 759 77 44
Fax: +41 (0)91 759 77 60
tenero@ascona-locarno.com
www.ascona-locarno.com