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Tourenbeschreibung

Scharfer Kontrast zwischen kantigem Schrattenfels und weichem Moorboden! Die Moorlandschaft ist durch den extremen Kontrast zwischen sanften, runden Oberflächenformen der Moore und dem schroffen Relief der Schrattenfluh geprägt. Grosse Teile des Gebiets sind sehr wild und von nahezu unberührter Schönheit. Auf den "Chnubeln" und "Eggen" in moortypischer Lage liegen ursprüngliche Alphütten mit tief hängenden Schindeldächern.

Angenehm (gut verteilte Steigungen) wandern Sie auf verkehrsfreien Schotterstrassen durch das alpine und nordische Skigebiet von Sörenberg.Die Vielfalt von Moortypen ist beeindruckend.

Spezielles in der Moorlandschaft Habkern/Sörenberg:
S: Die Moränen bei Pfosteregg und Sitenegg gelten als Zeugen der letzten Eiszeit.
T: Das Jagdgebiet Tannhorn (ca. 12km2, 1944 errichtet) weist einen schönen Bestand an Gämsen und Steinwild auf.
U: Die phantastische Gegend bei Laubersmadghack und Türnliwald ist wegen seinen Bergföhren-Hochmooren und den kleinen Wasserflächen sehenswert. In den lichten Wäldern leben seltene Tierarten.
V: Die Schrattenfluh fällt mit typischen Karstformen wie Karrenfelder, Dolinen und verzweigten Höhlensystemen auf. Im Gegensatz zu den vernässten Moorflächen ist auf den nackten Karrren kein Oberflächenwasser vorhanden, da dieses sofort duch Spalten und Klüfte versickert und unterirdisch abfliesst.


Erlebnisse in der Moorlandschaft Habkern/Sörenberg:

1: Dreizehenspecht - Herr der Ringe (Vorkommen Januar-Dezember)
Betrachten Sie die umliegenden Föhren; entdecken Sie die "geringelten" Exemplare? Diese gut sichtbaren Ringe sind das Werk eines Vogels, des Dreizehenspechtes. Er pickt die Stämme an, um an den süssen Baumsaft zu gelangen, der fortlaufend austritt.

3: Sumpfläusekrat - Giftige Nutzpflanze (Vorkommen Mai-Juli)
Ein Absud der Pflanze wurde früher gegen Tierläuse verwendet (Name!). Das Kraut enthält eine scharf schmeckende Substanz, die besonders für Insekten, aber möglicherweise auch für Warmblüter giftig ist.

4: Sonnentau - Überlebensspezialist (Vorkommen Juni-September)
Die Köpfchen der Tentakel scheiden eine Faden ziehende, klebrige Flüssigkeit aus, die ein Verdauungsferment enthält. Kleine Insekten werden durch das Sekret festgehalten und verdaut. Der Sonnentau deckt sich damit den Bedarf an Stickstoff, den ihm der Boden nicht geben kann.

6: Steinadler - Kreis um Kreis über dem Berg ( Vorkommen Januar-Dezember)
In unserem Steinadler-Revier befinden sich Moorlandschaften, die er, auf der Suche nach Nahrung, überqueren muss. Im Entlebuch sind drei Paare heimisch. Schauen Sie also zwischendurch mal nach oben, vielleicht entdecken Sie ihn, denn sein Nest (Horst) ist ganz in der Nähe.

7: Triste - Raffinierte Heulagerung
Das gewonnene Heu dieses Flachmoores wird im Freien auf einen Haufen geschichtet und so gegen Witterungseinflüsse gesichert. Tristen errichtet man, um Scheunenraum und Zeit beim Einfahren zu sparen, da die Wiesen meist weitab vom Hof liegen.

9: Hochmoor - Reich an Säure, arm an Nährstoffen
Unter solchen Bedingungen wächst als Baumart fast nur noch die Föhre, erkennbar an den paarweise befestigten Nadeln. Ihr Wachstum ist sehr langsam. Manche Föhren sind wesentlich älter, als ihre Grösse vermuten lässt. Der Boden ist mit Torfmoosen bewachsen, einer Pflanze, die keine eigentlichen Wurzeln hat, dafür Humussäuren produziert. Der Moosteppich speichert Unmengen von Wasser. Sie dürfen eine Handvoll von diesem "Schwamm" testen!

10: Flachmoor - Blumenpracht im Vorsommer (Volle Blüte Juni / Juli)
Da die Pflanzen im Flachmoor Grundwasserkontakt haben und der Säuregrad tiefer liegt als in einem Hochmoor, ist der Artenreichtum um ein Vielfaches grösser. Flachmoore werden beweidet oder gemäht. Das Mähgut wird gedörrt und kann je nach Qualität als Futter (Futtermoos) für Jungvieh oder als Streue (Streuemoos) verwendet werden.

13: Klappertopf - Musikinstrument unter den Pflanzen (Vorkommen Juni-August)
Der Name Klappertopf bezieht sich auf die dürren Kapseln, in denen die Samen klappern, wenn man die Pflanze schüttelt. "Klappern" Sie doch mal!

15: Binsen - Flatterbinse oder Blaugrüne Binse? (Vorkommen Mai-Oktober)
Öffnen Sie einen Halm, und Sie können beide Arten mit Leichtigkeit bstimmen. Die Flatterbinse ist voll und ganz mit weissem Mark gefüllt, die Blaugrüne Binse dagegen hat nur vereinzelte Scheiben und erinnert an eine Leiter.

16: Fettblatt - Fängt und verdaut Insekten ( Vorkommen Juni-August)
Auf der klebrigen Blattoberfläche (ausprobieren) bleiben kleine Insekten haften und werden dann verdaut.

24: Boden - klar getrennte Schichten
Vergleichen Sie durch Beobachten und Tasten: den tonigen, Wasser stauenden Boden (unten) mit der torfigen, lockeren Schicht (oben). Die untere Schicht wurde vor langer Zeit abgelagert, die obere ist als Torfboden gewachsen.

27: Übergangsmoor - Nicht mehr Flachmoor, noch nicht Hochmoor (Blütezeit: Mai-September)
Der verlandete See (ca.70Meter entfernt) wird sich in Hunderten von Jahren in ein Hochmoor verwandeln. Dieses wird Zentimeter um Zentimeter in die Höhe wachsen. Die jetzt noch gut sichtbaren dunkelgrünen Blätter des Fieberklees werden dann andern Pflanzen Platz machen.


Variante(n)

Variante A: Sie ersparen sich 30Minuten, wenn Sie von der Rossweid mit der Bergbahn nach Sörenberg gondeln (Gondelbahn 041/488 21 21).


Hinweis(e)

Die Route ist mit dem Signet "Moorlandschaftspfad" markiert und kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.

Den Startpunkt Kemmeriboden erreichen Sie mit dem Postauto vom Bahnhof Wiggen. Nach begangener Tour erreichen Sie via Postauto den Bahnhof Schüpfheim.

An diese Strecke kann der Moorlandschaftspfad " Glaubenberg" angeknüpft werden.


Weitere Etappen

Vorgängeretappe: Hilferenpass
Anschlussetappe: Glaubenberg


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Orte an der Route: Kemmeriboden - Schönisei - Spierweid - Arnibergegg - Blatten - Salwiden - Post Sörenberg.


Webcams

Kennzahlen der letzten 12 Monate (seit Dezember 2015)

6793

Einblendungen

Listen-Anzeige (ohne GEO-Map) der Tour zusammen mit anderen Touren
3406

Detail-Tourenaufrufe

Anzeige der Detailinformationen der Tour (z.B. diese Seite)
48

Begehungen

Bezüge des Tourenblattes
67

Mobile-Bezüge

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Popularitäts-Index

Verglichen mit allen anderen Wanderungen in der Region Luzern

Geschichte der Tour (B00013)

Erste Publikation: Samstag, 2. Oktober 2004

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 22. Januar 2014

Tour publiziert von: Presented by www.biosphaere.ch

Tourencharakter

Distanz: 16.7 km | Zeitbedarf: 5½ h
Aufstieg: 1067 m | Abstieg: 911 m
Höchster Punkt: 1595 m.ü.M.

Schwierigkeit T1 Wandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Schriftliche Informationen (Prospekt "Moorlandschaftspfad" und "Marbach/egg") erhalten Sie unter:
UNESCO Biosphäre Entlebuch, Biosphärenmanagement, Chlosterbüel 28, CH-6170 Schüpfheim
Telefon: 0041 (0)41 485 88 50, Mail: zentrum@biospaere.ch, page: www.biosphaere.ch
Weitere Informationen erhalten Sie im Tourismusbüro in Schüpfheim oder Sörenberg.