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Tourenbeschreibung

Selbst oben auf dem Pass liegt ein Moor! Die Moorlandschaft Hilferen ist eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen den dünn besiedelten, wilden Flyschgebieten (ehemaliger Meeresboden) und den ganzjährig bewohnten Moorlandschaften des Mittellandes: In hohen Lagen prägen Alpweiden mit dunklen Fichtenwäldern und blumenreichen Flachmooren das Bild. In mittleren Lagen bilden Moorweiden und Streuewiesen ein faszinierendes Mosaik. Selbst in tieferen Lagen, auf ganzjährig bewirtschafteten Höfen, finden sich noch immer grosse und zusammenhängende Flachmoore. Die typischen Streuesiedlungen sind noch weit gehend erhalten.

Dieser Streckenabschnitt beinhaltet eine Tageswanderung über den Hilferenpass mit vielen waldigen Hangwegen. Als ständiger Begleiter steht Ihnen das ungewohnte Gesicht der Schrattenfluh mit ihren steilen, felsigen Abhängen zur Verfügung.

Spezielles in der Moorlandschaft Hilferenpass:
O: Sieben charakteristische Bauernhäuser , wie sie nur im Entlebuch vorkommen. Wohnung, Stall, Schopf und Tenne befinden sich unter einem Dach. Die Heubühne ragt über den Wohnteil hinaus. Die zwischen Flühli und dem Hilferenpass stehenden "Entlebucher Häuser" gehören zu kleinen Liegenschaften und wurden von 1750 bis 1850 errichtet.
P: Hier zeigt sich ein Relief mit dem typischen Formenschatz der Voralpen: Schluchten und Kreten, ausgedehnte Sackungen und Rutschungen an steilen Hängen (Toregg, Steinwang).
Q: Am Fusse der Schrattenfluh sehen Sie wunderschöne Karmulden mit grossflächigen Flachmooren (Ämmental, Tor, Hefti, Bättenalp).
R: Hochmoor Tällenmoos: Der Name stammt von Dähle=Bergföhre.
V: Die Schrattenfluh fällt mit typischen Karstformen wie Karrenfelder, Dolinen und verzweigten Höhlensystemen auf. Im Gegensatz zu den vernässten Moorflächen ist auf den nackten Karrren kein Oberflächenwasser vorhanden, da dieses sofort duch Spalten und Klüfte versickert und unterirdisch abfliesst.


Erlebnisse Moorlandschaft Hilferenpass:

7: Triste - Raffinierte Heulagerung
Das gewonnene Heu dieses Flachmoores wird im Freien auf einen Haufen geschichtet und so gegen Witterungseinflüsse gesichert. Tristen errichtet man, um Scheunenraum und Zeit beim Einfahren zu sparen, da die Wiesen meist weitab vom Hof liegen.

8: Baumpieper - Fallschirmvogel (Vorkommen Mai-August)
Der Baumpieper ist recht selten geworden und brütet gerne am Rande von Mooren. Er hat einen typischen Singflug. Er startet singend von einem Baum aus steil in die Höhe und gleitet zum Schluss, wie ein kleiner "Fallschirm", mit hängenden Beinen zu einer neuen Baumwarte herab. Entdecken Sie einen?

10: Flachmoor - Blumenpracht im Vorsommer (Volle Blüte Juni / Juli)
Da die Pflanzen im Flachmoor Grundwasserkontakt haben und der Säuregrad tiefer liegt als in einem Hochmoor, ist der Artenreichtum um ein Vielfaches grösser. Flachmoore werden beweidet oder gemäht. Das Mähgut wird gedörrt und kann je nach Qualität als Futter (Futtermoos) für Jungvieh oder als Streue (Streuemoos) verwendet werden.

13: Klappertopf - Musikinstrument unter den Pflanzen (Vorkommen Juni-August)
Der Name Klappertopf bezieht sich auf die dürren Kapseln, in denen die Samen klappern, wenn man die Pflanze schüttelt. "Klappern" Sie doch mal!

14: Brennessel und Kleiner Fuchs - Zwei, die sich mögen (Vorkommen April-September)
Die Brennessel ist die einzige Futterpflanze der haarigen gelbschwarzen Raupen des Kleinen Fuchses. Sie erhalten diesen farbenprächtigen Sommervogel, wenn Sie die Brennesseln stehen lassen.

15: Binsen - Flatterbinse oder Blaugrüne Binse? (Vorkommen Mai-Oktober)
Öffnen Sie einen Halm, und Sie können beide Arten mit Leichtigkeit bstimmen. Die Flatterbinse ist voll und ganz mit weissem Mark gefüllt, die Blaugrüne Binse dagegen hat nur vereinzelte Scheiben und erinnert an eine Leiter.

20: Sumpfwiese - Balsam für geschundene Füsse
Wenn Sie hier Schuhe und Socken ausziehen und barfuss gehen, werden Sie wohl immer so weiterwandern wollen. Weich, kühl und feucht ist der Boden - was gibt es Besseres für Ihre sonst in Schuhe gezwängten Füsse.

26: Hochstauden - Farbenprächtiger Unterwuchs (Vorkommen Juni-August)
Sie durchqueren jetzt eine Hochstaudenflur von besonderer Schönheit. Üppiger Pflanzenwuchs in verschiedensten Farben erfreut das Auge. Eine botanische Seltenheit ist dabei die Türkenbundlilie.

30: Flysch - Trockengelegter Meeresboden
Flysch ist Gesteinsmaterial, das vor Millionen von Jahren im Meer abgelagert, dann zusammengepresst und emporgehoben wurde. Heute stauen die so entstandenen Mergel und Tone das Wasser und bilden die Unterlage für Moore.


Variante(n)

Variante A: Von Imbrig über Marbachegg und mit der Gondelbahn ( Betriebszeiten 034/ 493 33 88) nach Marbach brauchen Sie ungefähr 1.25 Stunden. Je nach weiteren Plänen fahren Sie mit dem Postauto nach Wiggen, mit dem Zug nach Schüpfheim und weiter mit dem Postauto zum Ausgangspunkt Flühli. Oder Sie fahren in die andere Richtung, mit dem Postauto auf den Kemmeriboden, wo Sie die nächste Etappe des Moorlandschaftspfades ("Habkern/Sörenberg") in Angriff nehmen.
Variante B: Von Imbrig erreichen Sie auf direktem Weg Marbach in 1.75 Stunden. Folgen Sie vorerst der Variante A, bis die Wegpunkte B auf Ihrem GPS erscheinen. In Marbach fahren Sie entweder mit dem Postauto nach Wiggen, mit dem Zug nach Schüpfheim und weiter mit dem Postauto zum Ausgangspunkt Flühli. Oder Sie fahren in die andere Richtung, mit dem Postauto auf den Kemmeriboden, wo Sie die nächste Etappe des Moorlandschaftspfades ("Habkern/Sörenberg") in Angriff nehmen.


Hinweis(e)

Den Startpunkt Flühli erreichen Sie via Postauto von der Bahnhofstation Schüpfheim aus.

Die Route ist mit dem Signet "Moorlandschaftspfad" markiert und kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.

Auf dem Kemmeriboden, dem erreichten Etappenziel, stehen Ihnen weitere Möglichkeiten zur Verfügung: Mit dem Postauto nach Wiggen und weiter mit der Bahn. Oder Sie nehmen nach einer ausgeruhten Nacht den Moorlandschaftspfad "Habkern/Sörenberg" in Angriff.


Weitere Etappen

Vorgängeretappe: Klein Entlen
Anschlussetappe: Habkern/Sörenberg


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Orte an der Route: Post Flühli - Hilferenpass - Bättealp - Steiwang - Imbrig - Kemmeriboden Bad.


Webcams

Kennzahlen der letzten 12 Monate (seit Dezember 2015)

7297

Einblendungen

Listen-Anzeige (ohne GEO-Map) der Tour zusammen mit anderen Touren
2720

Detail-Tourenaufrufe

Anzeige der Detailinformationen der Tour (z.B. diese Seite)
47

Begehungen

Bezüge des Tourenblattes
68

Mobile-Bezüge

Mit der GPS-Tracks iPhone oder Android App

Popularitäts-Index

Verglichen mit allen anderen Wanderungen in der Region Luzern

Geschichte der Tour (B00012)

Erste Publikation: Samstag, 2. Oktober 2004

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 22. Januar 2014

Tour publiziert von: Presented by www.biosphaere.ch

Tourencharakter

Distanz: 14.8 km | Zeitbedarf: 6 h
Aufstieg: 720 m | Abstieg: 373 m
Höchster Punkt: 1494 m.ü.M.

Schwierigkeit T1 Wandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Schriftliche Informationen (Prospekt "Moorlandschaftspfad" und "Marbach/egg") erhalten Sie unter:
UNESCO Biosphäre Entlebuch, Biosphärenmanagement, Chlosterbüel 28, CH-6170 Schüpfheim
Telefon: 0041 (0)41 485 88 50, Mail: zentrum@biospaere.ch, page: www.biosphaere.ch
Weitere Informationen erhalten Sie im Tourismusbüro in Flühli.