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Tourenbeschreibung

Keine Moorlandschaft in der Schweiz ist grösser! Diese Moorlandschaft umfasst zudem die zweitgrösste Gesamtfläche an Hoch- und Flachmooren. Von herausragender Bedeutung sind die Hochmoore, welche im gesamtschweizerischen Vergleich am schönsten ausgebildet sind. Besonders Gewässerbiotope wie Tümpel, Seelein, Schwingrasen, Quellen, Bäche und Wasserfälle sind in grosser Vielfalt erhalten.

Die sehr lange Tageswanderung führt über Hagleren (Naturschutzgebiet), den höchsten Aussichtspunkt, über Pfade in wilder und urtümlicher Landschaft mit Schluchten, Bergsturzgebieten und See.

Spezielles in der Moorlandschaft Glaubenberg:

A: Die Hagleren (Aussichtspunkt) mit dem Bergföhren-Hochmoorwald. Dieses Naturschutzgebiet gehört Pro Natura und ist 45ha gross.
B: Die artenreichen Flachmoore im Bleikenboden sind begehrte Streuelieferanten (siehe nachfolgend Punkt 10).
C: Die tiefe Schlucht mit Wasserfall im Chragen nennt sich Chessiloch.
D: Das Änggenlauenenseeli befindet sich im Bergsturzgebiet am Fuss des Fürsteins und ist der einzige natürliche See im Entlebuch.
E: Die Wasserfallenegg ist sagenreich umwoben mit dem Drack. Der Drachen ist im Föhrenwäldchen innerhalb des Mauervierecks begraben.
F: Im ausgedehnten Flachmoor Gürmschmoos sehen Sie, wo die Streue gelagert wird.
G: Die Alp Brüderen ist mit den Gebäuden Wohnhaus, Stall, Käsespeicher und Kapelle bestückt.


Erlebnisse Moorlandschaft Glaubenberg:

4: Sonnentau - Überlebensspezialist (Vorkommen Juni-September)
Die Köpfchen der Tentakel scheiden eine Faden ziehende, klebrige Flüssigkeit aus, die ein Verdauungsferment enthält. Kleine Insekten werden durch das Sekret festgehalten und verdaut. Der Sonnentau deckt sich damit den Bedarf an Stickstoff, den ihm der Boden nicht geben kann.

5: Heidelbeere oder Rauschbeere - Wer kennt den Unterschied (Juli-Oktober)
Beide Beerenarten treten in unmittelbarer Nachbarschaft auf und sehen einander sehr ähnlich. Die Blätter der Rauschbeere sind blaugrün, das Fruchtfleisch ist weiss und weniger aromatisch. Probieren Sie den Unterschied!

9: Hochmoor - Reich an Säure, arm an Nährstoffen
Unter solchen Bedingungen wächst als Baumart fast nur noch die Föhre, erkennbar an den paarweise befestigten Nadeln. Ihr Wachstum ist sehr langsam. Manche Föhren sind wesentlich älter, als ihre Grösse vermuten lässt. Der Boden ist mit Torfmoosen bewachsen, einer Pflanze, die keine eigentlichen Wurzeln hat, dafür Humussäuren produziert. Der Moosteppich speichert Unmengen von Wasser. Sie dürfen eine Handvoll von diesem «Schwamm» testen!

10: Flachmoor - Blumenpracht im Vorsommer (Volle Blüte Juni / Juli)
Da die Pflanzen im Flachmoor Grundwasserkontakt haben und der Säuregrad tiefer liegt als in einem Hochmoor, ist der Artenreichtum um ein Vielfaches grösser. Flachmoore werden beweidet oder gemäht. Das Mähgut wird gedörrt und kann je nach Qualität als Futter (Futtermoos) für Jungvieh oder als Streue (Streuemoos) verwendet werden.

11: Ameisen - Schwerstarbeiter im Wald (Vorkommen April-Oktober)
Die Waldameisen können ein Vielfaches ihres Körpergewichts heben und leisten in ihrem kurzen Leben Gewaltiges. Spucken Sie einmal auf den Haufen und bewegen Sie dann Ihre flache Hand möglichst tief über die Tiere hin und her! Riechen Sie anschliessend an Ihrer Hand. Ameisensäure ist wirksam!

16: Fettblatt - Fängt und verdaut Insekten ( Vorkommen Juni-August)
Auf der klebrigen Blattoberfläche (ausprobieren) bleiben kleine Insekten haften und werden dann verdaut.

17: Rostblättrige oder bewimperte Alpenrose - Auf den Boden kommt es an (Vorkommen April- November)
Die Blattunterseite der Rostblättrigen Alpenrose ist rostrot, sie liebt den sauren Boden der Moore. Die Kalk liebende Bewimperte Alpenrose ist am Blattrand leicht behaart.

18: Wollgräser - «Textiles» im Moor (Vorkommen Mai-Juli)
Nehmen Sie einen der seidenen Wollköpfe in die Hand. Das Scheidige Wollgras hat einen Büschel pro Stängel und wächst in Hochmooren. Das Breitblättrige und das Schmalblättrige Wollgras mit mehreren Köpfen bevorzugen Flachmoore.

19: Bergmolch - Der mit dem orangeroten Bauch (Vorkommen Mai-August)
Vom Frühling bis in den Sommer ist er fast in jedem stehenden Gewässer zu sehen. Das Weibchen ist grösser als das Männchen und dunkler gefärbt.

21: Duftende Kräuter - Die «Würze» unserer Alpweiden (Vorkommen Mai-September)
riechen Sie an Thymian, Baldrian und Minze. Zerreiben Sie ein Blatt und riechen Sie nochmals. Was stellen Sie fest? Ein Minzenblatt gibt auch noch Geschmackspfropfen frei, wenn Sie es zerkauen.

22: Lehm - Da geht kein Tropfen durch
Kneten Sie ein Klümpchen Lehm, formen Sie daraus ein Gefäss! Füllen Sie es mit Wasser und beobachten Sie! Das Wasser bleibt. Auf die gleiche Art verhindert der Lehm im Boden das Versickern des Wassers und bildet so die Grundlage zum Entstehen von Mooren.

23: Felsbrocken - Versteinerte Gesichter
Schauen Sie die grossen Steine genauer an! Und vor allem: Schauen Sie etwas länger! Wer sieht sie zuerst, die kantigen Gesichter und die geheimnisvollen Fabelwesen?


Variante(n)

Variante A: Ein Abstecher auf den 1845m hohen Hagleren lohnt sich alleweil (Zeitaufwand retour 35Min.)!!!
Variante B: Umweg über Wasserfallenegg.
Variante C: Abstieg (Zeitaufwand 1h) nach Flühli für eine Abkürzung oder Etappenpause der Tour. Es stehen uns drei weitere Möglichkeiten zur Verfügung: Mit dem Postauto bequem an den Ausgangspunkt zu fahren, den Moorlandschaftspfad «Klein Entlen» in umgekehrter Richtung oder den Moorlandschaftspfad «Hilferenpass» in Angriff zu nehmen .


Hinweis(e)

Die Route ist mit dem Signet «Moorlandschaftspfad» markiert und kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.
Informationen zum Fahrplan erhalten Sie unter:
www.postauto.ch


Es wird empfohlen, die Route auf zwei Etappen aufzuteilen. Übernachtung ist entweder im Stäldili oder in Flühli (siehe Variante C).

Bei militärischen Übungen muss auf die Variante B ausgewichen werden!

An diese Strecke kann der Moorlandschaftspfad «Klein Entlen» angeknüpft werden. Ansonsten kann in Gfellen (mindestens 60Min. Vor der Abfahrt) der Rufbus (041/480 23 30) nach Entlebuch bestellt werden. Dort ist die Weiterfahrt mit dem Zug möglich.


Weitere Etappen

Vorgängeretappe: Habkern/Sörenberg
Anschlussetappe: Klein Entlen


Erstelle einen eigenen Tourenbericht

Wie froh wäre man selbst schon gewesen, man hätte von einer Tour oder einem Gebiet einen Tipp oder Hinweis gehabt.

Sei die erste Person, die zu dieser Tour einen Bericht verfasst! Ein Bericht ist in 3 Minuten erstellt - Du kannst damit eine Tour entscheidend aufwerten und Anderen helfen.



Orte an der Route: Sörenberg - Hagleren - Bleikenchopf - Stäldili - Wasserfallenegg - Chnubelalp - Wanegg - Alp Brüderen - Gfellen


Webcams

Kennzahlen der letzten 12 Monate (seit Dezember 2015)

7877

Einblendungen

Listen-Anzeige (ohne GEO-Map) der Tour zusammen mit anderen Touren
3247

Detail-Tourenaufrufe

Anzeige der Detailinformationen der Tour (z.B. diese Seite)
58

Begehungen

Bezüge des Tourenblattes
72

Mobile-Bezüge

Mit der GPS-Tracks iPhone oder Android App

Popularitäts-Index

Verglichen mit allen anderen Wanderungen in der Region Luzern

Geschichte der Tour (B00010)

Erste Publikation: Samstag, 2. Oktober 2004

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 22. Januar 2014

Tour publiziert von: Presented by www.biosphaere.ch

Tourencharakter

Distanz: 24.9 km | Zeitbedarf: 10 h
Aufstieg: 1380 m | Abstieg: 1532 m
Höchster Punkt: 1805 m.ü.M.

Schwierigkeit T1 Wandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Schriftliche Informationen (Prospekt «Moorlandschaftspfad») erhalten Sie unter:
UNESCO Biosphäre Entlebuch, Biosphärenmanagement, Chlosterbüel 28, CH-6170 Schüpfheim
Telefon: 0041 (0)41 485 88 50, Mail: zentrum@biospaere.ch, page: www.biosphaere.ch
Weitere Informationen erhalten Sie im Tourismus Sörenberg oder Flühli