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Pfarrkirche mit Stiva da morts, Vrin

Pfarrkirche mit Stiva da morts, Vrin

Filialkirche S.Roc, Vella

Filialkirche S.Roc, Vella

Kirche S.Vintschegn in Pleif, Vella

Kirche S.Vintschegn in Pleif, Vella

Kapelle S.Bistgaun, Degen

Kapelle S.Bistgaun, Degen

Pfarrkirche Nossadunna, Degen

Pfarrkirche Nossadunna, Degen

Pfarrkirche S.Flurin, Vignogn

Pfarrkirche S.Flurin, Vignogn

Pfarrkirche S.Martin, Lumbrein

Pfarrkirche S.Martin, Lumbrein

Kapelle S.Bistgaun, Silgin / Lumbrein

Kapelle S.Bistgaun, Silgin / Lumbrein

Filialkirche S.Clau, Surin / Lumbrein

Filialkirche S.Clau, Surin / Lumbrein

Tourenbeschreibung

In Vella, dem Hauptort der Val Lumnezia beginnt die Wanderung zu den kirchlichen Sehenswürdigkeiten des Tals des Lichts.
Erste Station bildet die Pestkapelle S. Roc auf dem Dorfplatz. Umweit des Dorfes in südlicher Richtung befindet sich die Talkirche S. Vintschegn. Die eschenumrauschte Kirche ist ein Ort der Besinnung und der Ruhe. Nach heutigen Gesichtspunkten ein Kraftort, der den Besucher mit seiner Stille und dem mächtigen Turm in seinen Bann zieht.
Auf der weiteren Wanderung nach Degen hinunter führt der Weg auf der alten Talstrasse zunächst an der Caplutta vorbei. Von diesem herrlichen Aussichtspunkt wird einem wie nirgendwo anders im Tal bewusst, was der bekannte Volkskundler Richard Weiss mit der Bezeichnung Sakrallandschaft gemeint hat. Die vielen Kirchen und Kapellen prägen nicht nur die Landschaft, sondern sie sind stille Zeugen einer zutiefst religiösen Vorstellungswelt.
Nach einem kurzen Abstieg wird die Ebene von Degen erreicht, wo der Blick sofort auf die Kapelle S. Bistgaun fällt. Am Dorfende in Fraissen befindet sich die Pfarrkirche Nossadunna mit dem Pfarrhaus.
Von Degen aus steigt der Weg nun leicht an und nach einer knappen halben Stunde erreicht man Vignogn. Dieser Name ist für alle Nichtromanen eine echte Herausforderung. Am Dorfeingang steht die Kapelle S. Gudegn und in der Dorfmitte thront die Pfarrkirche S. Flurin. Prunkstück dieser Anlage ist der wunderschöne gotische Flügelaltar.
Von Vignogn aus führt die Wanderung auf einem Höhenweg nach Lumbrein. In Planezzas wird der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Wer den Blick talauswärts richtet, hat einen einmaligen Blick auf die Kulturlandschaft des Tales. Nach einem kurzen Abstieg wird Lumbrein erreicht. Dieses Dorf verfügt nicht nur über zahlreiche Kirchen und Kapellen, sondern ins Auge stechen auch die beiden Burgen. Dominiert wird das Dorfbild von der mächtigen Pfarrkirche S. Martin. Dieser barocke Bau weist etliche Kunstschätze auf, die einen Besuch unerlässlich machen.
Von Lumbrein geht die Reise zu den ehemaligen Walser Weilern Silgin, Pruastg und Surin. In Surin befindet sich auf einem abgetragenen Kegel die bronzezeitliche Siedlung Crestaulta. Vor 4000 Jahren war Crestaulta die grösste bekannte Siedlung der Schweiz.
Von Surin aus nimmt der Wanderer den letzten Teil seiner Wanderung unter die Füsse. Am jungen Glenner vorbei führt der Weg nach Vrin. Dieses einmalige Bergdorf, welches für die Greina, aber auch für die architektonischen Bauten des einheimischen Architekten Gion A. Caminada bekannt ist, verfügt auch über eine stattliche Pfarrkirche, die den südländischen Einfluss nicht verleugnen kann. Zeugnis von dieser engen Beziehungen der Vriner mit dem Süden legt der Turm der Kirche Nossadunna und S. Gion Battesta in Form eines Campanile ab. Nach der Besichtigung der neuen Totenstube neigt sich die Wanderung ihrem Abschluss entgegen und dem Wanderer steht es frei, sich weiter in Vrin zu verweilen oder mit dem Postauto den Rückweg nach Vella anzutreten.

Beschrieb der einzelnen Sakralbauten:

Filialkirche S. Roc, Vella
Baugeschichte: Die Kapelle S. Roc wurde in der Zeit einer Pestepidemie durch Landrichter Gallus von Mont gestiftet. Der Bau wurde 1587 vollendet und 1592 geweiht. Im 17. Jahrhundert wurde der Turm errichtet. Der Kleine Flügelaltar sowie die Bilder an der äusseren Südwand mit der Muttergottes zwischen dem Pestheiligen stammen vom berühmten Wandermaler Hans Ardüser. Die Fassade zum Hauptplatz hin wurde 1939/40 vom Bündner Künstler Alois Carigiet gestaltet. Die Motive zeigen S. Cristoffel sowie den Talpatron S. Murezi.
Beschreibung: Ein anspruchsloser, nach Südwesten gerichteter Bau mit dreiseitig geschlossenem Chor, über dem eine Kombination von Tonne und Fächergewölbe in der Form eines unechten Rippengewölbes liegt. Der Chorbogen ist halbrund und beidseitig gefast. Über dem Schiff eine Stichbogendecke. Spitzbogenfenster mit Masswerken aus Holz. Einheitliches Satteldach. Haupteingang Nordostfront.
Der Turm steht ohne Verband an der Nordwestseite des Schiffes. Im unteren Teil sind Lichtschlitze, in den oberen Geschossen rundbogige Fenster. Gezimmerte, offene Glockenstube mit achteckigem Spitzhelm.
Ausstattung: Bemalter Flügelaltar von 1601. Auf dem Mittelbild ist die Muttergottes zwischen S. Bistgaun und S. Roc abgebildet. An der Evangelienseite des Chores befindet sich das Fragment eines derben Wandtabernakels mit Kielbogen.
Kultusgeräte: Barockkelch, 17.Jh. Ein gotisches Vortragekreuz, 15.Jh.
Glocken: Mit Inschriften, 1587 und 1643.
Schlüssel (Schl-01): Lechmann Lorenza (+41 (0)81 931 33 26)

Pfarrkirche S. Vintschegn in Pleif, Vella
Geschichte: Die Kirche von Pleif ist das älteste Gotteshaus des Tales. Urkundlich erwähnt wird sie erstmals im karolingischen Urbar von ca. 840, und zwar als St. Vincentium. Der erste Bau war eine karolingische Dreiabsidenkirche. Beim Haupteingang sind die Grundrisse der Wölbungen mit Platten markiert. Um diese Zeit fand ein architektonisch nachweisbarer Neubau statt, doch ist ein noch älterer Bau anzunehmen. Das Gotteshaus liegt innerhalb einer Befestigung. Bereits 1322 wird sie als Burg bezeichnet. Um 1500 wurde der Chor im Osten abgebrochen und ein noch heute bestehender Polygonalchor im Westen errichtet. In der zweiten Hälfte des 17. Jhr. erfolgte eine Barockisierung der Kirche. 1913/14 erhielt die Kirche ein neues Dach. 1930/31 wurde die Kirche im Innern restauriert. Die letzte Renovation erfolgte 1982.
Baubeschreibung: An das stützlose Langhaus schliesst gegen Westen der dreiseitig geschlossene Chor an. Er ist mit einem zweijochigen, gotischen Sterngewölbe überdeckt. Über dem Schiff liegt eine in Rechtecke und Rhomben eingeteilte Leistendecke, 1661. Die Belichtung erfolgt durch grosse Stichbogenfenster. Haupteingang im Osten mit Verdachung, ebenfalls von 1661.
Der Turm steht nördlich des Schiffes. Er wurde um 1100 im romanischen Stil erstellt. Beachtenswert sind die Schallfenster im oberen Turmgeschoss.
Altäre: Der Hochaltar aus Holz ist ein konkav organisierter zweigeschossiger Aufbau aus Pilastern und gewundenen Säulen, übersponnen von üppigem Rankenwerk. Vor den unteren Pilastern stehen S. Pieder und S. Paul, im Giebelgeschoss S. Vintschegn. Erbauer war Johannes Ritz im Jahre 1726. Er hat es meisterhaft verstanden, die beiden Stilrichtungen Gotik und Barock zu verbinden Die hölzernen Seitenaltäre stammen aus der Spätrenaissance und zeigen S. Gion. An der nördlichen Chorwand hängt ein Renaissancealtar von 1630.
Ausstattung: Wandtabernakel aus Tuffstein. Der alte Taufstein im Freien stammt aus dem 13. Jh. Die Kanzel ist polygonal mit Freisäulen besetzt und datiert aus dem Jahre 1674. Chorgestühl mit Pilastern, 1650. Kruzifix um 1500.
Bilder: An der Nordwand hängt ein Riesengemälde in Öl auf Leinwand im Ausmass 4 auf 9 Meter. Dargestellt ist die Seeschlacht von Lepanto, wo die christlichen Alliierten die osmanischen Truppen entscheidend besiegten. Das Bild wurde von Giovanni Battista Macholino gemalt.
Kultusgeräte: Barockkelch, weisse Casula . Woll-Casula, schwarze Samt-Casula.
Glocken aus den Jahren 1641 und 1735 mit Inschrift «Hans von Blumenthal».
Grabplatten: Im Friedhof eine Grabplatte mit dem Wappen von Mont.
Im Landesmuseum Zürich befinden sich verschiedene Gegenstände, so eine Figur des S. Vintschegn von 1345, sowie je eine Figur der Maria und des Johannes von 1500.
Schlüssel (Schl-01): Lechmann Lorenza (+41 (0)81 931 33 26)

Kapelle S. Bistgaun, Degen
Geschichte: Die Kapelle wurde sehr wahrscheinlich nach einer Pestwelle gegen Ende des 13. Jh. erstellt. Der Turm wurde im 14. Jh. gebaut. 1494 wurde die Kapelle im gotischen Stil umbegaut.
Baubeschreibung: An das beinahe quadratische Schiff schliesst sich ostwärts ein verhältnismässig tiefer, eingezogener und dreiseitig geschlossener Chor von zwei Jochen. Der Chorbogen ist spitz und gefast. Das Satteldach des Schiffes ist etwas höher als jenes des Chores. An der Westwand befindet sich die Jahreszahl 1494.
Wandmalereien: Die Nischen im Chor sind mit Bildern von S. Valentin, Barclamiu und S. Anna, ausgestattet und tragen die Jahreszahl 1494.
Altäre: Der Hochaltar ist das Prunkstück dieser Kapelle. Um 1506 wurde dieser Altar von Ivo Striegel als gotischer Flügelaltar geschaffen. Um 1741/42 wurde dieser Altar in geradezu genialer Weise nach barockem Stil umgestaltet. Predella und Schrein wurden in eine sechssäulige Ädikula mit Segmentverdachung und durchbrochenen Seitenrahmen eingebaut. Die Flügel wurden zum Giebel zusammengestellt. Der eine Flügel lieferte die Grundlage für ein Triptychon.
Ausstattung: Bänke geschnitzt aus den 18. Jh. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Heimsuchung durch die Pest aus dem südlichen Altarbatt. Das Bild wurde sehr wahrscheinlich von Hans Jakob Greutter um 1630 geschaffen. Ein weiteres Bijou ist die von 1495 datierende spätgotische Holzdecke. Das Original befindet sich im Landesmuseum. Die jetzige Kopie wurde 1985 eingebaut.
Glocken: Aus dem 14. Jh. mit gotischen Unzialen.
Schlüssel (Schl-02): Caduff Maria (+41 (0)81 931 19 26)

Pfarrkirche Nossaduna, Degen
Geschichte: Die Kirche wird erstmals im karolingischen Urbar von ca. 840 als «Basilica S. Maria» erwähnt. Der erste Bau wurde um 800 erstellt und hatte die Form einer Saalkirche. Ganz speziell für diesen ersten Bau war die Gestaltung der Chorapsis. Innen war diese halbrund und aussen polygonal. Charakteristisch war eine solche Form ansonsten für grosse Sakralbauten. Der Neubau der bestehenden Kirche datiert von 1504.
Baubeschreibung: Die spätgotische nach Südosten gerichtete Anlage besteht aus dem dreijochigem Schiff und dem zweijochigen Chor. Über den Chor befindet sich ein Routengewölbe mit sternförmigem Schluss. Die präzisen Steinhauerarbeiten wie die Zeichnung der Figuration sind bemerkenswert. An der Südseite des Chores wurde im 17. Jh. die gewölbte Sakristei angebaut.
Der Turm steht an der Südseite des Schiffes und gehört zum spätgotischen Neubau.
Wandmalereien: 1623/24 wurden die Innenwände von Hans Jakob Greutter ausgemalt. Überreste einer älteren Zeitepoche befinden sich an den Chorwänden.
Altäre: Spätgotischer Flügelaltar aus dem Jahr 1520. Bei der Renovation von 1974/75 ordnete man die Figuren um und die Originale wurden in die Mitte gestellt. Die Seitenaltäre stimmen in der Komposition unter sich überein. Beide Altäre datieren aus dem ersten Drittel des 18. Jh. und stammen aus der Werkstatt Ritz aus dem Wallis.
Ausstattung: Der Taufstein steht aussen vor der Westfront. Die reliefgeschnitzte Kanzel, mit Säulen besetzt, datiert aus dem Jahre 1693.
Kultusgeräte: Barockkelch aus Silber, vergoldet. Gotisches Vortragekreuz aus vergoldetem Kupferblech.
Paramente: Casula aus rotem Wolldamast und zwei Casulae aus weissem Wolldamast.
Glocken: Giesserei Gebr. Theus Felsberg, 1874.
Pfarrhaus: Beachtenswertes Pfarrhaus, 1696 durch Pfarrer Anton Arpagaus erbaut.
Schlüssel (Schl-02): Caduff Maria (+41 (0)81 931 19 26)

Pfarrkirche S. Flurin, Vignogn
Geschichte: Erste Erwähnung 1345 im Indulgenzbrief von Pleif. Der bestehende Bau wurde im Jahre 1500 erstellt. Bei der Restauration von 1906 wurde das Schiff um ein Joch verlängert, so dass die heutige Kirche aus einem vierjochigen Schiff und einem eingezogenen zweijochigen Chor mit dreiseitigem Schluss besteht.
Baubeschreibung: Spätgotische, nach Nordosten gerichtete Anlage. Über dem Chor liegt ein Sterngewölbe, dessen Rippen und Schildbogen aus Runddiensten wachsen, die an der Südostseite zu Stümpfen mit Schildchen reduziert sind.
Turm Dieser steht an der Südostseite des Chors und ist nicht mit der Kirche verbunden. Gezimmerte Glockenstube mit achteckigem Spitzhelm.
Wandmalereien von 1595 mit der Darstellung des Evangelisten Matthäus und der Muttergottes, daneben S. Flurin. Erwähnenswert sind die Malereien an der Nord- und an der Nordostwand des Chores. Diese stammen von Hans Ardüser.
Hochaltar Der gotische Hochaltar datiert von 1516 und stand ursprünglich in der Kapelle S. Gieri in Medel. Der Wechsel nach Vignogn erfolgte erst 1906. Die beiden Seitenaltäre datieren aus dem Jahre 1710.
Ausstattung: Die spätgotische polygonale Kanzel trägt die Jahreszahl 1500 und wurde 1906 restauriert.
Glocken: Datieren von 1655 und sind mit Inschriften versehen.
Grabtafeln: Wappen der Schmid von Grüneck.
Schlüssel: Tagsüber offen

Pfarrkirche S. Martin, Lumbrein
Geschichte: Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1345. Der erste Bau dürfte jedoch aus dem 11. Jh. stammen. Charakteristisch für diesen Bau war die halbrunde Apsis. Im 14. Jh. erfolgte ein gotischer Umbau. Der heute bestehende Bau geht auf die Jahre 1646/47 zurück. Die Weihe der Kirche mit den drei Altären erfolgte 1649. 1654 wurde der Turm erbaut.
Baubeschreibung: Nach Süden gerichtete, barocke Anlage, bestehend aus dreijochigem Schiff ohne Seitenkapellen und dreiseitig abgeschlossenem Chor. Stichbogige Fenster. Im Norden befindet sich eine geschweifte Empore aus dem Jahre 1767. Das Portal in der Nordfront ist halbrund geschlossen, die Türflügel sind mit Schnitzereien aus der Erbauungszeit versehen. Das Untergeschoss des Chores beherbergt das gewölbte Beinhaus.
Der Turm steht an der Ostseite und ist durch glatte Gurte gegliedert. Zwiebelförmige Barockhaube aus dem Jahre 1654.
Stukkaturen: Die Dekoration ist auf den Choreingang konzentriert.
Der Altar aus Holz ist ein gut disponierter Aufbau von massvollem Prunk. Altarblatt: Muttergottes mit S. Martin. Der Altar wurde zwischen 1741 und 1743 von Antoni Sigristen aus Brig hergestellt. Die beiden Seitenaltäre am Choreingang sind aus Stuck und stammen aus der Erbauungszeit von 1647. Fragmente zweier gotischer Altäre aus dieser Kirche sind in der Kapelle in S. Andriu.
Ausstattung: Taufstein aus dem frühen 15.Jh. Polygonale Kanzel von 1648. Ein lebensgrosses Kruzifix mit extrem realistischen Antlitz und mit Wunden übersätem Körper aus dem 17. Jh. zeigt eindrücklich das leiden Christi. Ein weiteres Holzkruzifix aus dem 14. Jh. befindet sich im Klostermuseum von Disentis.
Kultusgeräte: Sonnenmonstranz aus dem 19.Jh. Vergoldeter Kelch mit der Jahreszahl 1580 und mit Prag als Herkunftsort. Rokokokelch mit der Inschrift «Fatg à Paris», 1782. Ein gotisches Vortragekreuz aus dem 15.Jh. Sechs Leuchter aus Silber datiert 1700.
Paramente: Eine Casula aus Silberbrokat, 1730. Casula weiss, 1750.
Glocken von Gebr.Grassmayr, Feldkirch,1876. Eine Glocke mit der Inschrift von Capaul, 1609.
Schlüssel: Immer offen

Kapelle S. Bistgaun, Silgin / Lumbrein
Geschichte: Die Kapelle wurde 1643 konsekriert, doch handelt es sich wahrscheinlich um eine Neuweihe. Den Fensterformen und den Glocken nach zu schliessen, existierte die Kapelle schon vor dem 16.Jh.
Baubeschreibung: An das annähernd quadratische Schiff mit flacher Leistendecke schliesst sich ostwärts der eingezogene, mit einem grätigen Kreuzgewölbe überdeckte, flach geschlossene Chor. Der Chorbogen wölbt sich über barocken Kämpfergesimsen. Spitzbogenfenster im Schiff und im Chor. Das Satteldach mit einem Dachreiter und einer zwiebelförmigen Haube bekrönt. Am Chorschluss befindet sich eine nachträglich angebaute Sakristei.
Wandmalereien: Wände und Gewölbe sind mit Motiven der heiligen Evangelisten bemalt und stammen aus dem 17.Jh. An der Westfront sind die Immakulata und mehrere Heilige abgebildet. Die Motive datieren aus dem 18.Jh.
Ausstattung: Kleiner, sehr graziöser Rokokoaltar, datiert aus dem Jahre 1785. Das Altarblatt stammt aus dem 17.Jh.
Glocken: Am Hals gotische Minuskeln, um 1500 datiert.
Schlüssel: Immer offen

Filialkirche S. Clau, Surin/Lumbrein
Geschichte: Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1599. Die heutige Kapelle wurde 1695 errichtet und im Jahre 1704 mit drei Altären geweiht.
Baubeschreibung: Das mit einer Tonne überwölbte Schiff schliesst nordostwärts mit einem dreiseitig geschlossenen Chor ab welcher mit einer Kombination aus Kreuzgewölbe und Halbkugel überdeckt ist. Stichbogige Fenster. Der Eingang befindet sich an der Westfront.
Ausstattung: Der Hochaltar datiert von 1700. Dieser wurde nachträglich durch ein Rokokodekor bereichert, ebenso die Nicolaus-Statue aus dieser Zeit. Der nördliche Seitenaltar ist bemerkenswert und zeugt von der Übergangsform von der Spätgotik zur Renaissance aus der ersten Hälfte des 17.Jh. Der südliche Seitenaltar wurde um 1928 neu gefasst und übermalt. Die Kanzel aus dem 17. Jh. hat eine polygonale Form und ist mit weiblichen und männlichen Hermen ausgestattet.
Glocken mit Inschriften, 1669.
Schlüssel: Immer offen

Pfarrkirche Nossadunna e S.Gion Battesta, Vrin
Geschichte: Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem bekannten Indulgenzbrief von 1345. Im Jahre 1504 erfolgte ein Neubau. Dieses Gotteshaus hatte einen gewölbten Chor mit Malereien und eine flache Schiffsdecke. Zwischen 1689 und 1694 wurde die bestehende Kirche erbaut. Baumeister war Antonio Berogia aus Roveredo. Der südlänische Stil äussert sich sehr ausgeprägt bei diesem Bauwerk.
Baubeschreibung: Die nach Nordosten ausgerichtete barocke Kirche besteht aus einem dreijochigen Schiff mit zwei Kapellen, und einem eingezogenen, dreisitig geschlossenen Chor von eineinhalb Jochen. Das Portal wird von Halbsäulen flankiert.
Der Turm steht nach italienischer Art frei in Form eines Campanile. Die Glockengeschosse sind durch paarweise Pilaster gekennzeichnet. Errichtet wurde der markante Turm wahrscheinlich im Jahre 1676.
Hochaltar aus Holz, Jahrgang 1710. Die seitlichen Schreine aus der gleichen Zeit.
Ausstattung: Gotischer Taufstein, polygonale Kanzel.
Kultgeräte: Gotischer Kelch aus dem 15 Jh; Vortragekreuz um 1400.
Paramente: Casula aus weisser Seide um 1730-1740.
Glocken: 1676 mit Inschriften.
Im Kloster Disentis befindet sich die geschnitzte St. Johannes-Schale aus Vrin.
Schlüssel: Immer offen

Stiva da morts (Totenstube), Vrin
Der einheimische Architekt Gion A. Caminda hat an seiner im Jahre 2003 erbauten Stiva da morts, der Totenstube, bewusst sakrale Zeichen gesetzt. Das ist keine Stube! Diese Stube ist ein Haus. Aber die Funktion des Hauses kommt aus der Stube, aus der Totenstube eben, in der früher die Verstorbenen bis zur Beerdigung aufgebahrt wurden, wo drei Tage lang getrauert wurde und Abschied genommen werden konnte.
Caminadas Totenstube holt die Toten ins Leben zurück. Sie steht an der Schnittstelle zwischen Leben und Tod, angrenzend an den Friedhof und doch nicht drin. Der Standort befindet sich ausserhalb des Sakralbereiches und nimmt doch starken Bezug zur Kirche. Die Totenstube hat zwei Zugänge. Der profane führt vom Dorf her ins Haus, der sakrale über den Friedhof. Aus der örtlichen Tradition heraus ist das Gebäude in Holz und als Strickbau ausgeführt. Die Totenkapelle hebt sich in der Konstruktion von den traditionellen Wohnbauten ab, da bei ihr ein doppelter Stickbau zur Anwendung gelangt. Entstanden ist ein massives Gebäude, welches zeigt, dass eben doch nicht gewöhnlich ist, was als gewöhnliches Haus am Friedhofsrand steht. Das Besondere manifestiert sich auch in der Behandlung der Aussenwände. Caminada hat sie mit einer Mischung aus Quark und Kalk streichen lassen. In mattem Weiss steht die Stiva da morts nun im Licht. Sie nimmt farblich nicht nur den Ton der nahen Kirche auf, sondern schimmert auch in jenem Madonnaweiss, das wir von den Kirchenstatuen nicht nur aus der Surselva kennen. Auch diese Holzstatuen wurden mit Kasein veredelt, dem Marmor der armen Leute.
Schlüssel (Schl-03): Gemeindeverwaltung (+41 (0)81 931 31 88)


Variante(n)

Variante A: Anstelle der grossen Wanderung steht auch eine kleine Tour zur Auswahl. Diese führt von Vignogn über den Höhenweg zum Badesee Davos Munts und von dort weiter auf dem neuen Wanderweg nach Vella zum Dorfplatz. (Dauer: ca. 2Std.)
Variante B: Für all jene, die nicht die ganze Strecke auf sich nehmen wollen, bietet sich die Möglichkeit, in Vignogn oder Lumbrein ins PostAuto zu steigen und zurückzufahren.


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Orte an der Route: Valla - Pleiv - Degen - Vignogn - Planezza - Lumbrein - Silgin - Pruastg - Surin - Vrin


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Geschichte der Tour (B00420)

Erste Publikation: Mittwoch, 5. Oktober 2005

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 22. April 2015

Tour publiziert von: Presented by www.regiun-surselva.ch

Tourencharakter

Distanz: 16.9 km | Zeitbedarf: 7 h
Aufstieg: 836 m | Abstieg: 836 m
Höchster Punkt: 1560 m.ü.M.

Schwierigkeit T2 Bergwandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Diese Tour wurde ermöglicht durch:
regiun surselva
Glennerstrasse 22
CH-7130 Ilanz
Tel: +41 (0)81 926 25 00
Fax: +41 (0)81 926 25 01
Mail: regiun@surselva.ch
Internet: www.regiun-surselva.ch

Informationen erhalten Sie:
Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Erwin Poeschel Band IV, 1975
Kulturführer Val Lumnezia und Vals, Duri Blumenthal und al. 2000
Im Holzbauland Graubünden, Hochparterre, 10.2004, www.hochparterre.ch

Verkehrsverein Val Lumnezia
Casti de Mont
7144 Vella
Tel: +41 (0)81 93118 58
Internet: www.vallumnezia.ch
E-Mail: info@vallumnezia.ch

Weitere kulturell und historisch bedeutsame Bauten können Sie ersehen unter:
www.regiun-surselva.ch/Natur-Kulturfuehrer.122.0.html