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San Pietro

San Pietro

Tourenbeschreibung

Diese Spaziergang rund um Dongio im Bleniotal vor. Dabei ist es möglich, einige interessante Bauwerke zu entdecken.
Wir gehen aus von der Kirche San Pietro in Motto di Dongio, die leicht sichtbar ist dank ihrer beneidenswerten Lage auf dem freien Feld. Nachdem wir dieses eindrucksvolle romanische Baudenkmal besichtigt haben, schlagen wir den Weg in Richtung San Remigio in Corzoneso ein. Die Strecke schlängelt sich am Fluss entlang, teils auf einer Feldstrasse, teils auf einem Fussweg. Nach etwa 30 Minuten erreicht man das Oratorium San Martino Viduale, wo sich vermutlich ein Kloster mit Hospiz befand. Nach weiteren zehn Minuten erreicht man Boscero, einen Ortsteil von Corzoneso, wo das Oratorium San Remigio steht, das ebenfalls romanischen Ursprungs ist. Fresken aus verschiedenen Epochen (13. bis 17. Jahrhundert) und ein interessanter Stuckaltar. Nach etwa fünf Minuten Weges überqueren wir den Fluss und kehren nach Dongio zurück. Das Dorf hat in der Vergangenheit eine starke Auswanderung, vor allem nach Frankreich und England, erlebt. Einige Rückkehrer sind in der Fremde zu Reichtum gelangt, wie die herrschaftlichen Häuser längs der Strasse und am Dorfplatz bezeugen.
Am Berghang kann man, am besten mit einem Fernglas, eines der geheimnisvollen, in den Felsen gehauenen «Heidenhäuser» entdecken. Sie wurden um das Jahr 1000 gebaut, vermutlich zu Verteidigungszwecken und befinden sich in einem unwegsamen Gebiet.
Ihr Ursprung konnte nicht einmal durch die archäologische Forschung schlüssig nachgewiesen werden.
Die Dorfkirche, den Heiligen Fiorenzo und Luca geweiht, ist ein spätbarocker Bau des
Mailänders Giuseppe Stella, der errichtet wurde, nachdem ein Erdrutsch 1758 die vorherige Pfarrkirche zerstört hatte.
In Dongio gibt es auch zahlreiche (private) Grotti, kühle Naturkeller, die vom Weg, der hinter dem Dorf dem Bergfuss entlang verläuft, sichtbar sind.
Beim Rückweg folgt man ab dem Gemeindehaus den Wegweisern «Sentiero basso». In etwa 15 Minuten ist die Siedlung Marogno erreicht. In weiteren zehn Minuten sind wir in Motto, mit den Kirchen Santa Maria und schliesslich San Pietro.


Sehenswürdigkeiten:

San Pietro
Das Kirchlein San Pietro in Motto di Dongio steht auf freiem Feld, in einsamer Lage, am rechten Ufer des Brenno, ganz nahe an der Brücke, die über diesen Fluss führt. Es gehört seltsamerweise zur Pfarrei Dongio, obwohl es auf dem Gemeindegebiet von Ludiano liegt. Sein Ursprung geht weit zurück. Es ist vielleicht als Ort der geistigen Einkehr an der Lukmanierstrasse gebaut worden, wo zahlreiche Pilger und Händler vorbeikamen, bevor der Sankt Gotthard im 12. Jahrhundert zum kürzesten Alpenübergang wurde.
Andere vermuten, dass das kleine Gotteshaus hier errichtet wurde, um von dem Naturdamm der «Ganna» von Ludiano geschützt zu sein, als mächtige langobardische Familien sich im Tal niederliessen.
Es ist anzunehmen, dass der ursprüngliche Bau gegen Ende des 6. Jahrhunderts errichtet worden ist, möglicherweise ein Gebäude der vorchristlichen Zeit, das später in ein Kirchlein verwandelt wurde. Der jetzige romanische Bau ist zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstanden, nach dem Abbruch des früheren Gotteshauses. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurden die ersten Malereien angebracht. Wesentliche Umbauten wurden 1581 vorgenommen, wie der am Eingang eingemeisselten Jahreszahl zu entnehmen ist: Verlängerung des Kirchenschiffs, die zum Verlust der vorherigen Fassade führte, Erhöhung der Seitenwände, Bau eines neuen Glockenturms. Die Sakristei hingegen wurde erst ein Jahrhundert später angefügt. Das Kirchlein erlitt später eine gewisse Verwahrlosung, wohl auch wegen des Baus neuer Kirchen in der Umgebung, darunter Santa Maria nascente.
Im 19. Jahrhundert erhielt der Kirchenraum durch einige Arbeiten ein anderes Aussehen. Die Restaurierung im 20. Jahrhundert (1973-1988) haben der Kirche die Gestalt des 15.Jahrhunderts zurückgegeben, wobei Fresken aus verschiedenen Epochen zum Vorschein kamen. Sie erzählen die Geschichte dieses Gotteshauses und der Menschen, die es aufgesucht haben. Sie waren es auch, die gute einheimische Maler, aber auch durchreisende Künstler beauftragt haben, ihre Kirche auszuschmücken oder die verblassten Bilder aufzufrischen. Neue Fresken wurden angebracht, andere überdeckt.
San Pietro liegt zwischen Feldern und Weiden, in leicht erhöhter Position. Auf der linken Seite des Portals befindet sich das Beinhaus, die Kirche ist vom Friedhof umgeben.
Von aussen betrachtet, fällt die schöne, mit einem gezähnten Fries verzierte Apsis auf. Die Südwand, an der noch Spuren der Höhe des Gebäudes im 14. Jahrhunderts zu erkennen sind, ist mit einem grossen Fresko geschmückt, das den heiligen Christophorus darstellt; es entstand, wie das Christusbild in der Lünette über dem Seiteneingang Ende 14. Jahrhundert.
Der Kirchenraum ist einschiffig, mit einer völlig ausgemalten halbrunden Apsis und Fresken an den glatten Seitenwänden. Der Altar aus vorromanischer Zeit ist mit einer Verkleidung aus Einlegearbeiten in zarten Pastelltönen geschmückt, das Werk eines Solari, datiert 1732. Die Halbkuppel der Apsis weist den klassischen Zyklus der romanischen Kirchen auf, allerdings nicht mehr im Originalzustand, sondern vermutlich aus dem 15. Jahrhundert: Christus mit dem mandelförmigen Heiligenschein, umgeben von den vier Evangelisten, darüber die Reihe der Apostel (der Kopf des Dritten von links wurde von Calgari im 19. Jh. neu gemalt); im unteren Streifen Dekorationen im Stil der Renaissance. Am Bogen die Verkündigung, auf der rechten Seite der heilige Abt Antonius. Die ältesten Fresken an der Nordwand sind etwa 1370 entstanden. Sie stellen die Kreuzigung mit Maria und Johannes und zwei Heilige dar. (Der gleiche Künstler lombardischer Schule hat den heiligen Christophorus und das Christusbild im Freien gemalt ). An der gleichen Innenwand findet man hundert Jahre spätere Malereien: eine Madonna und die erste Figur des Triptychons, Werke eines ambulanten Malers, oberhalb der Thronenden Gottesmutter mit Kind eine Kopie, die vielleicht von der Malerfamilie Calgari aus Osco angebracht wurde, bevor das Original überdeckt worden ist. Die beiden oberen Figuren stellen den heiligen Petrus dar (der gleiche Maler hat Ende des 15. Jh. die Apsis ausgemalt) und die heilige Lucia (16. Jh.) eines bescheidenen hiesigen Malers; Fragmente von Fresken an der Südwand.
(Schlüssel in der Osteria Tre Vie, Motto-Dongio, Tel: +41 (0)91 871 19 25)


Oratorium San Martino al Monastero
jetzt der heiligen Maria gewidmet. Es liegt im Wald, an der Lukmanierstrasse, in der Nähe einiger Ruinen (vielleicht ehemaliges Kloster), war eine Raststätte für die Pilger. Schöner Blick auf eines der «Heidenhäuser».

Oratorium San Remigio in Boscero (Corzoneso)
ein romanischer Bau mit zwei Apsiden, spätromanischen Fresken und einem Stuckaltar. (Schlüssel bei Herrn Conceprio, Tel. +41 (0)91 871 17 27).

Dorfzentrum von Dongio
mit Häusern des 19. Jh., die von einer glücklichen Emigration nach Frankreich und England zeugen.

Pfarrkirche Santi Fiorenzo e Luca
im 18.Jahrhundert neu aufgebaut. (Schlüssel im Pfarrhaus, Tel. +41 (0)91 871 11 80).

Zone der Grotti
hinter dem Dorf, am Bergfuss. Gebäude, die für die Aufbewahrung von Wein und Käse verwendet wurden.

Kirche Santa Maria in Motto
reich ausgeschmückt im Barockstil, mit Stuckaturen und Fresken, die Szenen aus dem Marienleben
darstellen.
(Schlüssel im Pfarrhaus, Tel. +41 (0)91 871 11 80).


Hinweis(e)

Empfohlene Jahreszeit: April - Oktober


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Orte an der Route: Motto di Dongio - San Pietro - Oratorio San Martino - Oratorio San Remigio - Dongio - Morogno - Motto di Dongio


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Geschichte der Tour (B00889)

Erste Publikation: Freitag, 12. Januar 2007

Letzte Aktualisierung: Montag, 18. Mai 2015

Tour publiziert von: Presented by www.bellinzonese-altoticino.ch

Tourencharakter

Distanz: 5.9 km | Zeitbedarf: 2½ h
Aufstieg: 94 m | Abstieg: 94 m
Höchster Punkt: 495 m.ü.M.

Schwierigkeit T2 Bergwandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Bellinzonese e Alto Ticino
Sede Valle di Blenio
Zona Lavorceno
CH-6718 Olivone
T +41 (0)91 872 14 87
F +41 (0)91 872 15 12
blenio@bellinzonese-altoticino.ch
www.bellinzonese-altoticino.ch