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Tourenbeschreibung

Ein Besuch der Kirche Santa Maria del Sasso in Morcote bietet Anlass, Baudenkmäler von nationaler Bedeutung kennenzulernen.
Angefangen von den dicht gedrängten Häusern, die beinahe eine befestigte Stadt bilden. Morcote wurde schon 926 erwähnt. Es ist der Heimatort bekannter Küntlerfamilien, darunter die Fossati, Bazzurri, Paleari, Raggi und Caccia. Die Ortschaft mit Ihren Herrschaftshäusern und Bogengängen dehnt sich am Ufer aus. An der Seepromenade fällt der 1248 erbaute Torre del Capitano auf, der den Abschluss der Umfassungsmauer bildete und 1992 restauriert wurde. Die Höhe wurde auf diejenige der beiden Nebenhäuser herabgesetzt. Das Mauerwerk besteht aus gleichmässigen Quadersteinen. Über dem schmalen Tor sind Freskenreste und eine Schriftrolle mit dem Gemeindewappen zu sehen.
Beachtenswert ist auch der Palazzo Paleari, am Ostende der Häuserreihe mit Portici. Er wurde 1483 erbaut und 1661 während des Barocks umgebaut. Von der Seepromenade aus kann man auf verschiedenen Treppen zur Kirche gelangen, die das Ziel unserer Besichtigungstour bildet.
Anschliessend sollte man auch einen Abstecher zum monumentalen Friedhof mit den Gräbern berühmter Persönlichkeiten machen.
Ein Zwischenhalt beim Oratorium des heiligen Antonius von Padua, neben dem Pfarrrhaus, am Rande einer Aussichtsterrasse, ist ebenfalls zu empfehlen. Der dreistöckige Zentralbau mit achteckigem Grundriss wurde 1676 erbaut und 1880 renoviert. Die Stuckaturen im Chor hat Abbondio Paleari 1682 ausgeführt. Die Fresken in der Kuppel (25 Meter breit und drei Meter hoch), ein Werk von Giovanni (Johann) Carlone, stammen aus der gleichen Zeitspanne und stellen Szenen aus dem Leben Jesu und der Apostel dar. Auf der monumentalen Treppe mit Kreuzwegstationen (1727-1732) kann man auf 404 Stufen absteigen zur 1300 erbauten Kapelle Sant’Antonio Abate, die von einem alten Antonianerkloster (der Orden wurde im 12. Jahrhundert in Vienne/Frankreich gegründet) überragt wird. Heute ist hier der Sitz der Elementarschule. In den Seitenkapellen sind Fresken mit Szenen aus dem Leben der Apostel und der Heiligen Familie zu sehen, die den Seregnesi zugeschrieben werden. Über dem Altar ein Jüngstes Gericht von Antonio Ripa.
In Richtung Westen kann man zum Ortskern zurückkehren, auf der andern Treppe gelangt man beim Rathaus an den See und weiter nach Westen zum Parco Scherrer mit seinen botanischen und künstlerischen Schätzen. Ein Besuch lohnt sich.


Sehenswürdigkeiten:

Santa Maria del Sasso
Am Ortsausgang von Morcote, das schon im 10. Jahrhundert erwähnt wurde, führt eine Treppe von 400 Stufen auf eine aussichtsreiche Höhenterrasse. Dort steht die Pfarrkirche Santa Maria del Sasso , in einer beneidenswerten, dominierenden Lage. Der Blick schweift über den See und die umliegenden Hügel .
Die Kirche Sant’Antonio Abate, im Jahr 1300 von den Frati Antoniani errichtet, vermochte die zahlreichen Gläubigen nicht mehr aufzunehmen, obwohl auch die in den Felsen gehauenen Steinstufen unterhalb der Vorhalle besetzt waren. Deshalb erinnerten sich die Einwohner der kleinen Votivkapelle am Fusse des Felsens, über dem Wohngebiet, in der 1313 eine kleine Steinstatue der Madonna gefunden worden war. An diesem geheiligten Ort ist die Kirche in den Jahren 1462 bis 1478 gebaut worden. Sie hat drei Schiffe im romanischen Stil und ist mit sechs charakteristischen Pfeilern aus Terrakotta ausgestattet .
Die dem heiligen Karl gewidmete Seitenkapelle wurde 1581 gebaut, 1591 war der Bau der Kreuzigungskapelle an der Reihe, 1750-58 sind die Altarnische und die beiden Sakristeien angefügt worden. 1578 wurde die Kirche dem barocken Stilempfinden angepasst. Die Achse wurde um 180 Grad gedreht und auf der Südseite ein neuer Chor angebaut.
Die Orgel wurde 1785 dort angebracht, wo sich ursprünglich die Apsis befand. Das Instrument ist in der Provinz Varese gebaut worden und trägt die Jahreszahl 1700. Die Fresken in diesem alten Chor, von der Orgel teilweise verdeckt, werden Domenico Sursnicus (1513) zugeschrieben und zeigen Passionsszenen: rechts der Ölberg, links der kreuztragende Christus. An der Stirnwand eine Kreuzigung, im Gewölbe Episoden der Genesis.
Die ältesten Fresken der Kirche befinden sich im Kreuzgewölbe und im Feld auf der Südostseite .Sie wurden kurz nach dem Bau der Kirche, in den Jahren 1480-90, angebracht und stellen Gottvater, die Heiligen Augustinus, Thomas von Aquin und Hieronymus dar. Die Fresken sind ausserordentlich wertvoll und in ihrer Art einmalig in der lombardischen Kunstgeschichte. Die sechs Figuren im Bogen des Mittelschiffs werden Domenico da Montorfano zugeschrieben.
Der Wundersame Fischfang, im Feld auf der Südwestseite, über dem Eingang, scheint hingegen ein Werk von Bartolomeo Suardi. Der Künstler lebte an der Schwelle des 16. Jahrhunderts als politischer Flüchtling in diesem Gebiet. Im Gewölbe sind Medaillons mit der Taube des Heiligen Geistes und Engeln zu sehen, an den Querbogen hingegen Sibyllen. Auf der linken Seite, neben dem Portal, die Heiligen Johannes und Antonius der Einsiedler, datiert 1614. An der Gegenwand die heiligen Einsiedler Paulus und Antonius vor einer Landschaft . Rechts das Wappen der Familie Fossati mit der Jahreszahl 1595, vermutlich ein Werk von Giovanni Battista Tarilli . Im unteren Feld Karl Borromäus und die Madonna Lauretana aus dem Jahr 1614. Im südlichen Seitenschiff sind Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers zu bewundern, in der westlichen Lünette die Stigmatisierung des Franz von Assisi, beides Werke von Tarisi aus dem gleichen Jahr.
Die dreiteiligen, säulenförmigen Bildtafeln an den Achsen der Seitenschiffe enthalten links eine Tafel des Rosenkranzes, mit kaum mehr erkennbaren Heiligenfiguren, rechts eine Madonna auf dem Thron des 16. Jahrhunderts, mit Johannes dem Täufer und dem Evangelisten Johannes. Die gegen Westen geöffnete Sakramentskapelle wurde 1591 errichtet und enthält Stuckaturen im Tonnengewölbe, einen Stuckaltar mit dem Bild der Kreuzigung , seitlich davon Fresken der Mitglieder einer frommen Bruderschaft, datiert 1611. Gegenüber befindet sich die Checca-Kapelle aus dem Jahr 1581, später im Barockstil verändert und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit einer Kuppel versehen; Scheinarchitekturen (1795) von einem begabten Maler, vielleicht Cipriano Pelli aus Aranno (1750-1822), während im Giebeldreieck des Altars eine Büste des heiligen Karl Borromäus aus dem 17. Jahrhundert zu sehen ist. Die Malereien in der Kreuzigungskapelle sind etwa aus der gleichen Zeit. Der Hochaltar aus Marmor wurde 1758 errichtet: Madonnenstatue (16. Jh.), Gemälde von Davide Antonio Fossati, 1799 (Epiphanie, Geburt Mariens).
Der spätromanische Glockenturm wurde im 16. Jh. erhöht, nach Plänen, die von den hiesigen Künstlern Rossi und Paleari 1532 aus der Toskana mitgebracht wurden. Für den ursprünglichen romanischen Turm waren Steinblöcke von der Burgmauer verwendet worden. Seine jetzige Form erhielt der Campanile 1729, mit dem achteckigen Aufbau und der Kuppel.
Im Friedhof nahe der Kirche sind interessante Gräber des 19. Jahrhunderts zu beachten .

Ortskern von Morcote
dem Seeufer entlang, mit Herrschaftshäusern und Bogengängen.

Torre del Capitano
1249 erbauter Turm, als Abschluss der Umfassungsmauer

Palazzo Paleari
erbaut 1483, in der Barockzeit vollständig umgebaut. Monumentaler Treppenaufgang, führt hinauf zur Kirche Santa Maria del Sasso

Monumental-Friedhof

Oratorium Sant’Antonio da Padova neben dem Pfarrrhaus, am Rande einer Aussichtsterrasse. Ein achteckiger, dreistöckiger Zentralbau, 1676 erbaut und 1880 restauriert. Stuckaturen von Abbondio Paleari (1682) im Chor. Fresken von Giovanni (Johann) Carlone in der Kuppel, Szenen aus dem Leben Christi und der Apostel (17. Jh.).

Kapelle Sant’Antonio Abate
erbaut 1300, überragt von einem alten Antonianerkloster, den Seregnesi zugesprochene Fresken mit Episoden aus dem Leben der Apostel und der Heiligen Familie. Über dem Altar ein Jüngstes Gericht von Antonio Ripa.


In der Umgebung:

Parco Scherrer
ein Schmuckstück der Botanik und der Kunst.
Mitte März bis Ende Oktober 10-17 Uhr, im Juli und August 10-18 Uhr.


Hinweis(e)

Empfohlene Jahreszeit: März - Oktober


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Orte an der Route: Morcote, centro - Torre del Capitano - Palazzo Paleari - Cimitero Monumentale - S. Antonio da Padova - S. Maria del Sasso - S. Antonio Abate - Morcote, centro


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Geschichte der Tour (B00904)

Erste Publikation: Freitag, 26. Januar 2007

Letzte Aktualisierung: Dienstag, 28. Januar 2014

Tour publiziert von: Presented by www.luganoturismo.ch

Tourencharakter

Distanz: 1.1 km | Zeitbedarf: 2½ h
Aufstieg: 66 m | Abstieg: 66 m
Höchster Punkt: 338 m.ü.M.

Schwierigkeit T1 Wandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Ente Turistico del Luganese - Riva Albertolli
Casella postale 6080
CH - 6901 Lugano
Tel: +41 (0)58 866 66 00
Fax: +41 (0)58 866 66 09
Internet: www.luganoturismo.ch
E-Mail: info@luganoturismo.ch

Società Navigazione del Lago di Lugano
CH-6906 Lugano
Tel: +41 (0)91 971 52 23
Fax: +41 (0)91 971 27 93
Internet: www.lakelugano.ch
E-Mail: info@lakelugano.ch

Broschüre:
Il Ticino contemplativo; Kirchen an schönen Ausschtspunkten; Nr. 5