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Fluss Mera in Chiavenna - foto: Mauro Belardi

Fluss Mera in Chiavenna - foto: Mauro Belardi

Chiavenna - foto: Consorzio Turistico Valchiavenna

Chiavenna - foto: Consorzio Turistico Valchiavenna

Speckstein - Consorzio Turistico Valchiavenna

Speckstein - Consorzio Turistico Valchiavenna

Kirchen S.Maria - Consorzio Turistico Valchiavenna

Kirchen S.Maria - Consorzio Turistico Valchiavenna

Turm von Signame-Consorzio Turistico Valchiavenna

Turm von Signame-Consorzio Turistico Valchiavenna

Tür in Chete - Consorzio Turistico Valchiavenna

Tür in Chete - Consorzio Turistico Valchiavenna

Kreuzweg - Consorzio Turistico Valchiavenna

Kreuzweg - Consorzio Turistico Valchiavenna

S. Andrea - Consorzio Turistico Valchiavenna

S. Andrea - Consorzio Turistico Valchiavenna

S. Pietro - Consorzio Turistico Valchiavenna

S. Pietro - Consorzio Turistico Valchiavenna

Tourenbeschreibung

Chiavenna liegt am Fusse der Rhätischen Alpen, dort wo das Splügen- und Bergell-Tal (Valle Spluga und Val Bregaglia) zusammentreffen. Entlang der Dorfgassen finden sich viele Zeugen der Vergangenheit. Das Museo del Tesoro im Pfarrhaus San Lorenzo ist besonders interessant. Die Mühle Bottonera in Chiavennas alter Industriesiedlung ist ein sehr seltenes Beispiel für industrielle Architektur, und dass Leben der Müller im 19. Jhd. ist hier noch greifbar. Das Museum von Valchiavenna befindet sich in der Comunità Montana della Valchiavenna. Der hier beschriebene Weg ist momentan nicht vollständig beschildert: Nehmen sie daher eine gute Karte der Region mit, oder laden sie sich die GPS Daten für noch grössere Sicherheit herunter. Die Beschilderung wird voraussichtlich bald abgeschlossen sein.

Wandern sie von Chiavenna südlich um nach Mese zu gelangen, wo sie die Ruine des Castello dei Peverelli von 1190 (auch Castello Piperellum genannt) finden, sowie die nahe gelegene Kirche Madonna delle Grazie, wiedererrichtet im 13. Jhd. Gehen sie weiter nach Gordona ,mit dem Wachturm Torre di Segname aus dem 18. Jhd., der kürzlich restauriert wurde. Der Besuch in der historischen Brauerei ist sicherlich einen Umweg wert. In den alten Brauereien, nach mehr als 50 Jahren wiedereröffnet, werden heute wieder traditionelle Biersorten wie Maroni- oder Buchweizen-Bier gebraut. Das lokale Restaurant bietet traditionelle Speisen, z.B. Gordona pizzoccheri. Nach der Rast wandern sie durch die Chiavenna Ebenen, einem Natura 2000-Gebiet, bis nach Samolaco. Der Name kommt vom lateinischen „Summo Lacu“, „an der Spitze des Sees“ und bezieht sich auf eine kleine Ansiedlung von Fischern die bis 1520 existierte, als katastrophale Überschwemmungen den Mezzola See aus dem nördlichen Teil des Comer Sees herausbildeten.

Hier flachen die Lepontinischen Alpen zum Flusstal der Maira ab. An der östlichen Talseite zeigen die Rhätischen Alpen ihr wildestes und raustes Gesicht. Die Hänge von Samolaco sind aussergewöhnlich reich an Wasserläufen und Quellen welche die Landschaft aus Tälern, Schluchten und Hügeln zusammen mit den Gletschern aus dem Quartär prägten. Hier begann G. Giacomo Trivulzio mit der Zucht einer neuen Rasse von Andalusier Pferden die dann mit Aveligneser aus Südtirol gekreuzt wurden und die neue Samolaco Zucht hervorbrachte. Der Stolz der Einwohner war eine wegen ihrer Fügsamkeit und Belastbarkeit auf Bergpfaden sehr geschätzten Rasse.

Nach einer Rast gehen sie weiter nach Casenda, von wo aus sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Novate Mezzola gelangen (bitte informieren sie sich im vorab über die Fahrzeiten) wo es auch Unterkünfte gibt. Der Name des Dorfes leitet sich vom See ab, ein Anhang des Comer Sees nördlich des Adda-Deltas. Während der letzten Jahrhunderte hat der See beständig an Grösse verloren und ist heute weniger als 50 Meter tief. In Zukunft wird er ganz austrocknen und zu einem einfachen, in der Ebene mäandrierenden Flussbett werden. Der See ist von der Regione Lombardia geschützt, da er für Zugvögel einen wichtigen Rast- und Überwinterungsort darstellt. Ausserdem gehört er zum Naturreservat des Mezzola Sees und Pian di Spagna. Von hier gehen sie weiter nach S. Fedelino, wo sie auf eine kleine romanische Kirche treffen, die älteste von ganz Valtellina. Anschliessend erreichen sie Dascio und das Reservat.

Information: valtellina.com, webalice.it/massimodeicas/samolaco



Fauna und Smaragdarten:

Insekten: Cerambix cerdo
Amphibien: Bombina variegata
Vögel: Bubo bubo, Aquila chrysaetos, Tetrao urogallus, Lanius collurio, Tetrastes bonasia, ...
Fledermäuse: Rhinolophus ferrumequinum, Myotis blythi, Myotis myotis

Weitere interessante Arten:
Säugetiere: Reh (Capreolus capreolus), Baummarder (Martes martes), Dachs (Meles meles), Mauswiesel (Mustela nivalis)

Zusätzliche Informationen:
Internet: riservanatpiandispagna.it


Schutzgebiete, WWF-Smaragd-Kandidatsgebiete, Natura2000:

Das Naturreservat Pian di Spagna ist eine der kürzesten Wanderrouten für Zugvögel zur Alpüberquerung. Hier überkreuzen sich zahlreiche Wanderrouten und im Winter ist das Gebiet ein Rückzugsort für mehrere Wasservögel. Feuchtgebiete sind wesentlich für das Überleben vieler Pflanzen- und Tierarten, speziell für Vögel als Rastplatz während ihrer Wanderung. Das Gebiet ist ein einmaliges Beispiel der Lombardei für das komplexe Zusammenspiel von Mensch und Tier in der Bildung eines artenreichen Lebensraums.
Hier gibt es viele, für Feuchtgebiete typische Arten von europäischer Bedeutung. Ebenfalls gibt es wichtige Vorkommen von nistenden und überwinternden Wasservögeln. Von besonderer Bedeutung ist eine nistende Kolonie von Höckerschwänen. Auch der Otter wurde in dieser Region gesichtet. (Information: minambiente.it)

Der Mezzola See und das Gebiet von Pian di Spagna gehören zu den unter der Ramsar (Iran) Konvention international geschützten Feuchtgebieten. Als wichtiger Rastplatz für Zugvögel gehören sie ebenfalls zu den IBA (Important Bird Area, dt. wichtige Vogelgebiete).

Für weitere Informationen kontaktieren sie bitte:
Consorzio Riserva Naturale Pian di Spagna - Lago di Mezzola
Sede: Via Della Torre 1/A - 22010 Sorico (CO)
Tel: 0039 344/84251
Fax: 0039 344/94556
E-mail: piandispagna@libero.it



WWF Tipps für Wanderer:

Wanderer sollten über eine Karte im Massstab 1:25’000 verfügen und jede Etappe sorgfältig planen. Empfohlen ist leichte und angepasste Wanderausrüstung (Bergschuhe, Regenjacke, Feldstecher,…). Sie sollten ausreichend Verpflegung und Getränke mit sich führen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, regionale und wenn möglich biologische Produkte von Bauernbetrieben oder Restaurants entlang des Weges zu probieren. Hinterlassen Sie keinen Abfall, pflücken Sie keine Blumen, nehmen Sie keine Steine mit und verlassen Sie die sicheren, markierten Wege nicht, damit die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt nicht gestört wird.


Hinweis(e)

Sehenswürdigkeiten:

- Schlossruine Peverelli in Mese
- Chiesa Madonna delle Grazie in Mese
- Segname Wachturm in Gordona
- S. Giovanni all’Archetto Kirche in Samolaco


Weitere Etappen

Anschlussetappe: Smaragdweg Graubünden-Lombardei: Etappe 8
Vorgängeretappe: Smaragdweg Graubünden-Lombardei: Etappe 6


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Orte an der Route: Chiavenna - S. Vittore - Coloredo - S. Pietro - Casenda. Bitte folgen sie den offiziell gekennzeichneten Wegen.


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Geschichte der Tour (B01359)

Erste Publikation: Dienstag, 25. März 2008

Letzte Aktualisierung: Dienstag, 11. Februar 2014

Tour publiziert von: GPS-Tracks.com powered by GEO-Tracks GmbH