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Chiesa Santa Maria degli Angeli

Chiesa Santa Maria degli Angeli

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Innenraum

Innenraum

Tourenbeschreibung

Die Kirche Santa Maria degli Angeli befindet sich auf der Alpe Foppa, 1567 Meter ü. M., wenige Schritte von der Bergstation der Kabinenbahn entfernt. Ein Aussichtspunkt erster Güte, von dem aus die ganze Magadino- Ebene bis zum Taleingang des Misox, Lugano mit den umliegenden Tälern und die mächtigen Gipfel der Alpen überblickt werden können.
Die Santa Maria degli Angeli gewidmete Kirche wurde 1990 von Mario Botta entworfen, im Auftrag des 2002 verstorbenen Egidio Cattaneo.
Die Bauarbeiten wurden zwischen 1992 und 1994 durchgeführt, der Maler Enzo Cucchi leistete einen interessanten künstlerischen Beitrag. Die Kirchenweihe fand am 1. September 1996 statt.
Das Bauwerk ist auf verschiedenen Wanderwegen erreichbar: Maultierpfade vom Monte Ceneri zum Monte Tamaro oder die Durchquerung vom Monte Lema zum Monte Tamaro. Die bequemste Lösung ist eine Fahrt mit der Kabinenbahn (Variante B), die von Rivera auf die Alpe Foppa führt und den Höhenunterschied mühelos überwindet.
Die Kapelle ist einer der neusten Kirchenbauten im Kanton Tessin. Sie liegt auf der Linie der modernen Tessiner Architektur: Der weltbekannte Architekt Mario Botta gehört zu ihren fruchtbarsten Vertretern.
Im Bereich der Alpe Foppa befindet sich ein Restaurant mit Terrasse, in der Nähe eine der Madonna del Monte Tamaro gewidmete Bronzestatue, die an den Papstbesuch in Lugano im Jahre 1984 erinnert.
In etwa einer Stunde Marschzeit ist der eigentliche Gipfel des Monte Tamaro erreichbar. Die nahe Berghütte mit Ausschank wird vom UTOE geführt. Von dort aus kann die klassische Überquerung Tamaro-Lema (Variante A) unter die Füsse genommen werden. Die lange Wanderung auf dem Gebirgskamm bietet einen überwältigenden Rundblick auf Seen und Berge. Die Alpe Foppa ist auch ein beliebter Startort der Gleitschirmflieger.


Sehenswürdigkeiten:

Santa Maria degli Angeli
Die Kirche weist eine mit Porphyr verkleidete Betonstruktur auf und präsentiert sich als Steg oder Viadukt, der rund 65 Meter über den Berghang hinaus ragt. Am äusseren Ende, über einem Metallgerüst, an dem die Glocke befestigt ist, erreicht man ein Belvedere mit atemberaubender Aussicht.
Von diesem Punkt aus kann man bergwärts, längs der Stufen des Kirchendachs eine quer verlaufende Treppe erreichen und dann den ebenen Weg bis zum Kirchplatz fortsetzen. Es ist eine rechteckige Verbreiterung, die den Linien der Berghänge folgt. Die Stufen lassen den Platz wie ein Amphitheater erscheinen.
Man kann auch auf einem zweiten Weg, der unterhalb des von Seitenmauern begrenzten horizontalen Laufgrabens verläuft, vom höher gelegenen Ausgangspunkt zur Kirche absteigen.
Die Form ist zylindrisch, mit einem Durchmesser von 15 Metern. Die Aufteilung geschieht durch zwei Trennmauern, die einen äusseren Korridor und die Dreiteilung des Innenraums bewirken. Die leicht gewölbte Decke dieses Durchgangs prägt das Mittelschiff, das vom Eingang bis zur kleinen Apsis führt, die sich jedoch von der zylindrischen Grundform abhebt.
Die Idee, auf dem Monte Tamaro, auf rund 1600 Meter über Meer, eine Kirche zu bauen, ist einmalig und erinnert an vergangene Zeiten, als religiöse Bauten mehr aus Prestigegründen als der Notwendigkeit wegen errichtet wurden.
Die Geschichte der Kirche Santa Maria degli Angeli ist in jedem Fall schon aus zwei Gründen beispielhaft. Vor allem deshalb, weil der Anstoss zu diesem Werk von völlig privaten und «weltlichen» Überlegungen ausging, also frei von jeder Befangenheit oder klerikalen Einflüssen. Ferner hat der Auftraggeber, um seinen Traum zu verwirklichen, einen Architekten und einen Maler beauftragt und diesen bei ihrer schöpferischen Tätigkeit völlig freie Hand gelassen.
Mario Botta wurde zum Bau einer Kirche auf dem Monte Tamaro veranlasst, weil er die Konfrontation des Menschen mit der Unermesslichkeit des Berges aufzeigen wollte. Seine Absicht war, mit architektonischen Mitteln einen Ort zu schaffen oder zu erfinden, den es nur von der orographischen Seite her betrachtet gar nicht gibt. Ein Architekt findet in der Bergen ganz ungewöhnliche Voraussetzungen. Die herkömmlichen Beziehungen zwischen der Architektur und ihrem Umfeld werden über den Haufen geworfen. Die unermessliche Landschaft macht es schwierig, den Punkt genau auszumachen, den das Werk einnehmen soll. Mario Botta hat es im Vorgebirge wahrgenommen, das talwärts vom vorhandenen Plateau, in der Nähe des Restaurants verläuft. Die Architektur beansprucht für dieses Werk das Vorrecht, von der Erde Besitz zu nehmen, jener Mutter Erde, die durch dieses Gebäude befähigt wird, ein Zeugnis der zeitgenössischen Kultur abzulegen.
Der Architekt hatte auch die Räume für die künstlerische Ausschmückung festzulegen. Es gibt deren hauptsächlich drei: der lange Steg, dessen Deckengestaltung erst gegen Ende der Strecke vollkommen ersichtlich ist, die Apsis aus Beton, die nur vom einfallenden Tageslicht erhellt wird, und der hauptsächliche Innenraum der Kapelle . Die kleine Apsis wurde von Enzo Cucchi ausgeschmückt. Er wählte beidseitig durchscheinende Intarsien auf blauem Grund, der gegen den Himmel ins Weisse verschwimmt, gegen den Fussboden eine schwarze Tönung annimmt . Am Fuss der kreisförmigen Wände hat er auf beiden Seiten eine Reihe von elf kleinen Fensteröffnungen angebracht, die den Blick auf die umliegenden Täler freigeben. Der Maler hat in der Mitte der Fensterchen kleine Betonkacheln mit Intarsien eingefügt, die Maria verherrlichen. Der Kapuzinerpater Giovanni Pozzi, ein tiefer Kenner der Gebetsformen und der Spiritualität, hat 22 Litaneien verfasst, die Enzo Cucchi in eine suggestive, beschwörende Zeichensprache umgesetzt hat. Enzo Cucchi hat seine Arbeit mit starken malerischen Impulsen vervollständigt, die von der Decke des Mittelschiffs der Kapelle und des äusseren Laufgrabens ausgehen.
Sie stellen einen Baum beziehungsweise ein Baumpaar dar und erlauben es, in einem Zuge die räumliche Ausstrahlung der verschiedenen architektonischen Elemente auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Alpe Foppa
1567 Meter ü. M., von Rivera aus mit der Kabinenbahn erreichbar. Die Aussicht reicht von der Magadino-Ebene bis zum Taleingang des Misox, von Lugano mit den umliegenden Tälern bis zur Alpenkette.

Bronzestatue
der Madonna des Monte Tamaro gewidmet, zur Erinnerung an den Papstbesuch 1984 in Lugano.


Variante(n)

Variante A: Von der Alpe Foppa kann man gegen den Monte Tamaro aufsteigen. Ein gut markierter Weg führt zum Monte Lema. Die voralpine Überquerung Tamaro-Lema ist eine beliebte Wanderung, die es ermöglicht, die prachtvolle Rundsicht auf den Lago Maggiore, den Luganer See, die umliegenden Täler und Berge zu geniessen. Die Strecke kann in etwa viereinhalb Stunden zurückgelegt werden und stellt keine übermässigen Anforderungen.

Variante B: Rivera - Alpe Foppa (mit der Kabinenbahn)


Hinweis(e)

Empfohlene Jahreszeit: April - Oktober


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Orte an der Route: Rivera - Soresina - Tornago - M. di Spina - Alpe Foppa - Santa Maria degli Angeli


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Geschichte der Tour (B00905)

Erste Publikation: Freitag, 26. Januar 2007

Letzte Aktualisierung: Dienstag, 28. Januar 2014

Tour publiziert von: Presented by www.luganoturismo.ch

Tourencharakter

Distanz: 9.4 km | Zeitbedarf: 4 h
Aufstieg: 1072 m | Abstieg: 1072 m
Höchster Punkt: 1567 m.ü.M.

Schwierigkeit T2 Bergwandern

Drucken, Daten

Siehe auch

Ente Turistico del Luganese - Riva Albertolli
Casella postale 6080
CH - 6901 Lugano
Tel: +41 (0)58 866 66 00
Fax: +41 (0)58 866 66 09
Internet: www.luganoturismo.ch
E-Mail: info@luganoturismo.ch

Telecabina Monte Tamaro SA
CH-6802 Rivera
Tel: +41 (0)91 946 23 03
Fax: +41 (0)91 946 47 48
Internet: www.montetamaro.ch
E-Mail: info@montetamaro.ch

Broschüre:
Il Ticino contemplativo; Kirchen an schönen Ausschtspunkten; Nr. 6